Heute lange Kulturnacht beim Kunstverein Arnsberg: Gespräche und Begegnungen

Arnsberg. Der Kunstverein Arnsberg lädt für kommenden Freitag, 31. August, zu einer langen Kulturnacht ein. Das Programm ist vielseitig.

# 17 Uhr  Lichthaus & Kunstverein Arnsberg // Kuratorenführung durch die aktuellen Ausstellungen „Kristina Berning. Echo und Raukan“ und „Mount Analogue“

Die Führung startet 17 Uhr am Lichthaus Arnsberg. Die Führung durch den Kunstverein Arnsberg ist auf max. 14 Personen beschränkt. Wir besuchen die Ausstellungsräume gemäß der Hygienevorschriften mit Mundschutz und bitten vorab um Anmeldung mit Angabe der persönlichen Daten (Adresse, Mail-Adresse, Tel.-Nr.) unter: kontakt@kunstverein-arnsberg.de

Perpetual Archive

# 20 Uhr  Kulturschmiede Arnsberg // Performance „Perpetual Archive“ von Ana Lessing Menjibar

Am 31. Juli findet die erste Aufführung der Performance von Ana Lessing Menjibar (s. Foto oben: Mischa Leinkauf) statt. Weitere Aufführungen gibt es am 1. und 2. August, jeweils um 20 Uhr. Die Performance dauert ca. eine Stunde. Tickets können Sie hier erwerben. Die Kapazitäten sind leider sehr begrenzt.

Tickets schnell buchen

„Perpetual Archive“ experimentiert mit dem transformativen Potenzial des zeitgenössischen Flamencos im Kontext der Performance. Ana Lessing Menjibar untersucht und öffnet ihr persönliches Archiv an körperlichen Erinnerungen und gespeicherten geistigen Konstrukten. Sie entlässt diese in einen Raum zwischen Formalität und Exstase, enthüllt eine Reihe an Zuständen, Kreaturen und räumlichen Konzepten.

Emotionale Reise

Eine Performance, die eine kollektive energetische und emotionale Reise antritt und eine poetische Welt entfaltet. Der Körper, seine internen und externen Geräuschkulissen, sind die Quelle von Klang und Rhythmus. Sie treten in Dialog mit der elektronischen Musik von Philipp Kullen, erzeugen zusammen Klangwelten, sonorische Landschaften, digitale und energetische Feedback Loops. Ana Lessing Menjibar durchläuft in „Perpetual Archive“ durch traumartige Welten hindurch eine Verwandlung, in denen der Raum Begrenzung und Kollaborateur ist, ein Hybrid zwischen Installation und Bühnenraum.

Kunst im Kontakt

# 21.15 Uhr  Kulturschmiede Arnsberg // Künstlergespräch mit Ana Lessing Menjibar

Nach der Vorstellung gewährt die Künstlerin Ana Lessing Menjibar im Gespräch mit Lydia Korndörfer einen tieferen Einblick in ihre Arbeit.

# 22 Uhr  Kunstverein Arnsberg // Nächtlicher Empfang im Kunstverein Arnsberg

“Wir möchten Sie nach Performance & Gespräch zu einem kleinen Empfang in den Kunstverein einladen, um die Skulptur von Ossian Fraser bei Nacht betrachten zu können”, sagt Kuratorin Lydia Korndörfer. Die Ausstellung „Mount Analogue“ wird zu diesem Anlass geöffnet sein.

(Text und Fotos: Kunstverein Arnsberg)

Heimsuchung im Netz – “Der Golem” lädt heute zum Konzert

Neheim. Für alle Kultur- und Musikfreunde, die an diesem Freitag den Ausflug ins Grüne oder den abendlichen Spaß in der Ehrenamts-Kulturkneipe “Der Golem” in Neheim vermissen: Nicht traurig sein – das Team vom “Golem” präsentiert heute Abend die nächste Heimsuchung – Nr. 5: Auf dem Programm steht ein kleines Konzert von “Whale Vs Elephant” – zu sehen heute Abend ab 21 Uhr über die Internetseite des Vereins www.dergolem.de

Der Verein schreibt:

“Diesen Freitag freuen wir uns sehr darauf Whale Vs. Elephant bei den Golem-Heimsuchungen begrüßen zu dürfen! Whale Vs Elephant ist das Ambient und Indie-Folk Projekt und quasi Lebenskonzept des Trierer Dj und Musikproduzenten Tobias Braun. Seine Songs entstehen meistens auf Reisen und mit Einbezug verschiedener Gastmusiker.

Hauptsächlich beeinflusst durch die isländische Indie-Folk und norddeutsche Elektroszene bekommt seine Musik durch diese Unterwegs-Begegnungen einen ganz speziellen eigenen Flair. Auf der Bühne wird Tobias oft von solchen Gastmusikern begleitet, die seine atmosphärischen Klanglandschaften aus Synthesizern und verspielten Beats um Piano, Glockenspiel, Gitarre oder Streichinstrumente erweitern. Sind diese grad nicht zur Hand, wie in der derzeitigen Corona-Situation, so funktioniert Whale Vs Elephant auch solo.

Whale Vs Elephant ist weitreichend, aber immer mit einem Ziel; Das Publikum zu hypnotisieren und einen Ruhepol in unserem oft hektischen Alltag zu bieten.”

EinenVorgeschmack auf das Konzert heute gibt es ab 21 Uhr unter:

https://de-de.facebook.com/whalevselephantofficial
Whale Vs. Elephant – beim Golem zu hörenhttps://de-de.facebook.com/whalevselephantofficial

Freitag ist Golem-Tag: Heute “4. Heimsuchung” mit Musiker “Fjaler”

Neheim. Die Neheimer Ehrenamts-Kulturkneipe “Der Golem” hat wegen der Corona-Krise immer noch geschlossen. Aber – es ist Freitag – also: Golem-Time! Zum vierten Mal findet deshalb heute in der Reihe “Heimsuchung” ein Konzert von Golem-Künstlern im Internet statt. Das Golem-Team ruft ab 21 Uhr zum Zuschauen auf und schreibt:

Golem-Team ruft zum Zuschauen auf

“Wir sind zu Gast bei “Fjaler”. Einige Golemisten unter euch werden ihn mit Sicherheit kennen. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hat er ein Set im Golem gespielt. Der junge Künstler aus Enschede macht wunderschöne elektronische Musik zum träumen, tanzen, genießen und auch liegen.  Seine Musik lässt sich in  die Kategorie Downtempo und Neo-Klassik einordnen.  Dabei lässt er die Musik im Moment entstehen. Mit spielenden Leichtigkeit dreht er an den Knöpfen seiner vielen Synthies, nimmt in Echtzeit auf und modelliert seine Sounds, dass sich die Balken biegen.

 Der Künstler “Fjaler” ist heute Abend der Star der vierten Heimsuchung vom “Golem” im Neheim. Foto: Veranstalter

Sounds in Echtzeit

Im Februar stand er im Vorprogramm von “Weval”, einer Band, die man sich ebenfalls merken sollte. “Fjaler” gibt uns einen unglaublich coolen Einblick in sein Studio und seinen kreativen Ort. Sorgt bitte für den nötigen Sound, wenn ihr euch das Video anschaut! Kopfhörer oder dicke Anlage sind keine Pflicht, aber ein Muss!!!”

Das Konzert gibt’s – wie gesagt – ab 21 Uhr unter “www.dergolem.de” zu hören. Viel Spaß und einen entspannten Abend.

Weitere Links zum Künstler:

Musiker Martin Meinschäfer erzählt seine erste schräge Krimi-Story

Neheim. Eine Lesung war schon vor Wochen geplant, das Fotostudio von seinem Bruder im Neheimer KunstWerk längst gebucht: Dann der Virus, dann die Corona-Krise – alle Veranstaltungen und Termine wurden abgesagt. Schweren Herzens hat sich auch der Musiker und Autor Martin Meinschäfer aus Arnsberg dazu entschlossen, seine Fangemeinde und Freunde nicht mit einigen Absätzen aus seinem Buch zu unterhalten. Es ist sein erstes, dessen Vorstellung in der Öffentlichkeit jetzt ein Opfer des Corona-Virus gewesen ist. Zugegeben, eines, das sich angesichts der Ausbreitung des Virus und seiner Folgen verschmerzen lässt.

Opfer des Corona-Virus

Da gibt es nämlich diesen 45-jährigen Sparkassenangestellten, der durch einen Zufall an eine brisante Information kommt: Es geht um Hardy, der schon seit 29 Jahren bei dem Geldinstitut arbeitet und durch einen Zufall an brisante Daten herankommt, die Mitglieder eines libanesischen „Moro-Clans“ in einem Internet-Café auf einem Rechner gelassen haben. Hardy kopiert die Daten auf seinen USB-Stick und wird damit plötzlich zu einem gesuchten Mann. Von den Angehörigen des „Moro-Clans“ enttarnt, wird er mir nichts – dir nichts zu einem Gejagten durch die ganze Republik. Überall suchen die Clan-Mitglieder, die auch „die Hellbeigen“ wegen ihrer Anzüge genannt werden, nach Hardy, der sich letztlich in das Neheimer Kunstwerk retten kann, wo gerade die „Übernacht“ statt findet.

Musiker Martin Meinschäfer aus Neheim hat seinen ersten Krimi geschrieben: Das Buch “Die Hellbeigen” spielt im Neheimer KunstWerk. Fotos: Frank Albrecht

„Ich wollte immer schon mal ein Buch schreiben“, lacht Martin Meinschäfer auf dem Drehstuhl in seinem Tonstudio im KunstWerk. Die Idee sei ihm im letzten Italienurlaub gekommen, und er haben den ganzen Urlaub durchgeschrieben. Das Ergebnis – seine Krimi-Komödie „Die Hellbeigen“. Martin Meinschäfer…? Das war doch der Musiker, der in den Jahren 1979 bis 2004 mit der Band „Hob Goblin“ bekannt geworden ist! Drei LP-Alben sind von der Band produziert worden, und den Gewinn der Goldenen Europa von der ARD hat es auch gegeben. Von seinem Kinder-Hit „Eine Insel mit zwei Bergen“ aus dem Jahre 1996 sind 1,3 Millionen Tonträger verkauft worden. Ein Erfolg, der auch anstrengend war.

Idee zu einem Buch nicht weit weg

Ein Buch zu schreiben war für Meinschäfer jetzt mal etwas völlig Neues. „Ich beschäftige mich seit Jahren mit Lied-Texten, da war die Idee zu einem Buch gar nicht so weit weg“, erklärt der Autor. Sein Erstlingswerk ist im Selbstverlag erschienen, einen Lektor hat das Werk nie gesehen. „Kann sein, dass noch ein paar Rechtschreibfehler zu finden sind“, grinst Martin Meinschäfer. Ein paar Tage im Schrank hat das Buch jetzt auch schon auf dem Buckel, druckfrisch gab es ein paar Exemplare auf der letzten „Übernacht“ im Neheimer KunstWerk. Das musste einfach sein. Jetzt soll das Buch, das zunächst nur in einer kleinen Auflage entstanden ist, noch ein paar weitere Kreise ziehen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, soll auch für die eigentlich am Samstag geplante Lesung gelten.

Musiker Meinschäfer macht dem Autoren Meinschäfer natürlich gerne ein wenig Konkurrenz und erzählt auch von seinem neuen Album. Unter dem Titel „Wer hat, der hat“ sind die Stücke alle in seinem eigenen Studio eingespielt worden. Gitarre und Gesang hat Meinschäfer dazu selber geliefert, das Schlagzeug hat Sohn Moritz gespielt. Die Töne von der anderen Gitarre kommen vom Künstler Henrik Freischlader, mit dem Meinschäfer schon seit Jahren eng zusammen arbeitet, die letzte eigene CD liegt gefühlt schon eine Ewigkeit zurück.

Seit vielen Jahren erste eigene CD

Von der neuen CD gibt es derzeit nur ein paar Testversionen, die Vorstellung des musikalischen Werkes soll später noch größer folgen. Wann das sein wird, ist aber wegen der allgemeinen Lage um Corona noch nicht klar. Und dabei ist Meinschäfer nicht nur die Musik wichtig. „Vor allem die Texte des Albums sind der rote Faden“, erklärt er. Seine Nervosität vor dem ursprünglich geplanten Auftritt kann Meinschäfer jetzt wieder runterfahren, zunächst gibt es ja keine öffentliche Veranstaltung. „Ich habe noch nie eine Lesung gehalten und hatte schon lange keinen Live-Auftritt mehr“, lacht Martin Meinschäfer. Der aber soll auf jeden Fall nach den wichtigen Maßnahmen rund um das Corona-Virus nachgeholt werden.