Acht Filme, Hunderte Besucher – ein Ziel: Arnsberger Benefizkino will „dem Leben Hoffnung geben“!

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Seit 2011 hat die Hospiz-Arbeit in Arnsberg einen festen Partner: Das „Benefizkino“, Projekt einer Veranstaltergemeinschaft mit vielen Beteiligten, hat bereits in den letzten sieben Jahren im großen Saal des Arnsberger Residenz Kinocenters begeistert. Am 20. Juni 2018 will es das nun wieder tun. Mit dem Film „Dieses bescheuerte Herz“ und der Absicht vieler, sich für den guten Zweck der Hospizarbeit einzubringen. Der Vorverkauf der Karten beginnt am Montag, 28. Mai, über die Stadtbüros in Arnsberg, das Residenz Kinocenter sowie das Büro der Stadtmarketing Sundern eG (SMS).

„Wir möchten mit diesem Kinoabend wieder drei Zwecke erreichen“, stellt Friedhelm Wolf, Vorsitzender des Caritas-Rates vor. Und zwar solle den Besuchern des Benefizkinos ein schöner Abend geboten, Geld für die Hospizarbeit gesammelt und die Arbeit an sich vorgestellt werden. Mit einer Spendensumme von durchschnittlich 3.000 Euro habe man das Ziel auch immer wieder erreicht, so Wolf. Von der Notwendigkeit des Projektes Benefizkino sind einige Unterstützer überzeugt und bieten seit Jahren ihre Unterstützung an. In diesem Jahr helfen neben dem Residenz Kinocenter, Sparkasse Arnsberg-Sundern, Brauerei Veltins, Hotel Menge, Bäckerei Vielhaber, Caritas Werkstätten, Lions Club sowie der Seniorenbeirat mit finanzieller und tatkräftiger Unterstützung.

Der Film „Dies bescheuerte Herz“ erzählt die Geschichte von Lenny, dem fast 30-jährigen Sohn eines Herzspezialisten, der stets ein unbeschwertes Leben in Saus und Braus führen könnte. Sein Vater sperrt dem Sohnemann jedoch die Kreditkarte, und nur mit einer Auflage kann Lenny wieder in sein geliebtes Leben zurück kommen: Er muss sich um den seit seiner Geburt schwer Herzkranken David kümmern, dessen leben an einen seidenen Faden hängt. Für Lenny und David prallen zwei Welten aufeinander trotzdem finden beide zueinander. Lenny stellt fest, dass ihm mehr an David liegt, als ihm liebt ist.

„Das ist ein bekannter deutscher Erfolgsfilm, ich erwarte viele Besucher“, sagt Hubert Nieuwdorp, Kinobetreiber, bei der Vorstellung. Ursprünglich sei das Projekt „Benefizkino“ nur alle zwei Jahre geplant gewesen. Wegen der großen Resonanz der Veranstaltung finde das Kino für die Hospizstiftung jetzt jedoch jährlich statt. Und so werden auch am Mittwoch, 20. Juni, wieder zahlreiche Besucher in Arnsberg erwartet, die sich neben dem Film auch das gesellschaftliche Erlebnis mit Essen und Trinken nicht entgehen lassen möchten. Wer eine Kinokarte für 12 Euro erwirbt, stellt das Geld komplett der Hospizstiftung zur Verfügung. Alle Aufwendungen für Schnittchen und Getränke beim Empfang ab 18 Uhr sowie die Räumlichkeiten und das Personal des Kinos werden gesponsert.

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Residenz Kino-Center Arnsberg, Rumbecker Straße                                              Foto: Albrecht

„Das macht das Benefizkino so brauchbar für die Hospizstiftung“, erklärt Friedhelm Wolf. Mit den letzten sieben Vorstellungen – alle im Arnsberger Residenz Kinocenter – sind rund 22.800 Euro für die Hospizstiftung zusammen gekommen. Geld, das vom Förderverein für das Hospiz in Arnsberg und den mobilen Kinderhospizdienst „Sternenweg“ dringend benötigt wird. Denn für das Hospiz in Arnsberg gibt es eine stetige Unterdeckung, die vom Förderverein aufgefangen werden muss. So kann Wolf die Kosten für die Hospizarbeit in Arnsberg mit rund einer Millionen Euro jährlich beziffern. Ein Viertel der Summe, rund 250.000 Euro (!) im Jahr, muss von der Stiftung eingeholt werden. Neben Spenden von Firmen, Vereinen und über Privatpersonen leistet das Projekt „Benefizkino“ seinen eigenen Beitrag dazu. „Um den guten Standard der Hospizarbeit in Arnsberg halten zu können, sind wir für jede Spende an den Förderverein dankbar“, so Wolf. Zum Spenden haben die Besucher des Benefizkinos am 20. Juni auch außerhalb der Kinokarten eine Gelegenheit. „Wir stellen wieder eine Spendenbox auf, in der jeder noch etwas geben kann, wenn es ihm oder ihr besonders gut gefallen hat“, lacht der Vorsitzende des Caritas-Rates Wolf.

Gut zu wissen:

Benefizkino „Dieses bescheuerte Herz“ am Mittwoch, 20. Juni

Einlass um 18 Uhr, Filmstart um 19 Uhr

Vorverkauf ab 28. Mai bei Stadtbüros Arnsberg, Residenz Kinocenter sowie Stadtmarketing Sundern eG

Das „Resi 1“ verfügt über 267 Plätze

Foto (oben): Theaterleiterin Julia Qualitz, Friedhelm Wolf, Vorsitzender Caritas-Rat, Hans-Werner Wienand, Seniorenbeirat, Hubert Nieuwdorp, Kinobetreiber und Carola Clarke, Seniorenbeirat. (Foto: Albrecht)

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