Bogen-Ausstellung erinnert an Jürgen Diehl: „Die Sprache wird das Bild…“

DiehlBogen

In den Räumen der Werkstattgalerie „Der Bogen“ in Neheim wird ab Sonntag, 12. März (17 Uhr) eine Ausstellung von Arbeiten des über drei Jahrzehnte vor allem in Hüsten arbeitenden Ausnahmekünstlers Jürgen Diehl (posthum) eröffnet (Foto, oben: Veranstalter – Der Bogen). Es handelt sich um Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Malerei und Sprache. Die Ausstellung veranschaulicht eine für das Sauerland außergewöhnliche Denkweise…

So führte Jürgen Diehl ein sehr bürgerliches Leben mit zahlreichen Verbindungen zu Schützen- und Fußballvereinen etc. Seine Werke hängen in Privathäusern, Firmen sowie öffentlichen Einrichtungen, so die bekannten Hungertücher, etwa in der Neheimer St. Johannes Kirche Neheim sowie dem Neheimer Krankenhaus. Kurzum, das heimatliche Denken existierte parallel zu den Ansichten eines global denkenden, den Zahn der Zeit in der abstrakten Malerei revolutionierenden Ansatzes. Ausverkaufte Ausstellungen in den ersten Galerien der Kunstmetropolen Köln und Düsseldorf markierten den Höhepunkt in Diehls Schaffensjahren. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung hin zu diesen Erfolgen. So bilden neben großformatigen Leinwänden, noch nie gesehene Studien auf Papier, gefunden auf einem Dachboden, den Schwerpunkt der Präsentation.

Jürgen Diehl-Archiv wird gegründet

Mit Tristan Meinschäfer haben der Bruder und der Neffe von Jürgen Diehl, Hartwig und Sebastian, einen auf dem Kunstmarkt erfahrenen Akteur gefunden, der neben der Arbeit in seinem eigenen Atelier, als Ausstellungsmacher aktiv ist. So kam Ersterem die Idee, aufgrund der mittlerweile auf über zweitausend zusammengetragenen Arbeiten des 2001 verstorbenen Maler, Literaten und Lebenskünstlers, ein Jürgen Diehl Archiv zu gründen. Hauptziel des Archivs ist es, das Werk zu katalogisieren und vor dem Verfall zu retten.

Aufgrund der Vielschichtigkeit des Werkes (Zeichnung, Malerei, Lyrik…) sieht der Kunstlehrer des Städtischen Gymnasiums in Sundern (SGS) einen großen Nutzen für viele (junge) Menschen/ SchülerInnen, die sie für ihre eigene Kreativität nutzen könnten. Die Originale dienen hier dem Anreiz für das eigene Arbeiten.

Innenraum der Werkstattgalerie neu gestaltet

Um dieser ersten Mammutaufgabe gerecht zu werden und einen Fokus auf die Studienblätter eines 1977-1990 noch jungen Künstlers zu werfen, ist die Anfertigung von speziellen, die Räumlichkeit des Bogens neu definierender Wände vorgenommen worden. So ist es möglich, den Besuchern neben zeichnerischen Studien von der Sauerländer Landschaft, literarische Studien und persönliche Gegenstände des Künstlers zu präsentieren. Die Eröffnungsrede wird von dem Künstler und Kunstwissenschaftler Christian Block gehalten.

Gut zu wissen: Die Ausstellung läuft bis zum 26. März 2017 und ist zu den allgemeinen Öffnungszeiten der Werkstattgalerie (Do, 17-20; Sa 14-16 Uhr) sowie auf Anfrage (info@tristanmeinschaefer.de) geöffnet. Anschrift: Werkstattgalerie „Der Bogen“, Möhnestraße 59 (Kunstwerk), 59755 Arnsberg-Neheim

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