Buchautor zum Anfassen: Hans-Jürgen Feldhaus trifft an der Sekundarschule Arnsberg genau den Ton

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Diese Veranstaltung hat an der Sekundarschule Arnsberg schon Tradition: Seit ihrer Gründung vor drei Jahren gehört es an der Schule zum guten Ton, einmal im Schuljahr für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen einen „echten“ Buchautor einzuladen. In dieser Woche war es Hans-Jürgen Feldhaus, der fast einen ganzen Schultag lang mit seiner Hauptfigur Jan Hansen die Mädchen und Jungen begeistern konnte…

Schon Tage vor dem Auftritt des Autors war in der Schule groß geworben worden. Einen Schulraum hatte man zu einem Bücherbasar eingerichtet, in dem die vier Werke Feldhaus´ erworben werden konnten. Für den hatte das CAB-Bücherstudio aus Arnsberg kistenweise Werke des Autors angeschleppt. Und der Run auf die Bücher war wirklich schon vorher groß. Auch einen Eigenanteil der Schüler für das Zustandekommen der Lesung war zuvor einkassiert worden. Der konnte aber in diesem Jahr besonders gering ausfallen, konnte sich die Sekundarschule Arnsberg erstmals der Förderung des „Friedrich-Bödecker-Kreises NRW“ gewiss sein. Der Verein zur Leseförderung in NRW steuerte seine Unterstützung zur Aktion an der Schule bei.

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Die Live-Zeichnungen von Hans-Jürgen Feldhaus im Unterricht machten die Lesung noch authentischer.

Und so wurden alle fünf Fünferklassen durch einen spannenden Vormittag geschleust, der an Unterhaltung in Wort und Bild nicht zu wünschen übrig lies. Hans-Jürgen Feldhaus hatte zudem auch keine Mühe, die Schar von rund 60 Jungen und Mädchen (in nur einer Lesung) zu bändigen, die fast eine Doppelstunden an seinen Lippen hingen. Auch diejenigen, die den Debüt-Roman des Autors aus dem Jahre 2012 nicht kannten, fanden sich schnell in die Geschichte von Jan Hensen in „Echt abgefahren“ hinein. Insgesamt drei Mal trat Feldhaus an, zwei seiner vier Bücher der Reihe sehr lebendig vorzustellen.

Impulsiv in der Sprache und unterstützt vom Beamer im Klassenraum, der nach und nach die Zeichnungen zum Inhalt des Buches an die Tafel warf, konnte Feldhaus die Schüler problemlos auf seinen Weg mitnehmen. Aber damit nicht genug: Der gelernte Illustrator und Buchautor griff zudem auch zu Zettel und Marker, um seine Hauptfiguren vor dem jungen Publikum live zu zeichnen: Wenige gekonnte Striche auf Papier und schon waren Jan oder seine Schwester perfekt gezeichnet. Text oder Zeichnungen – was war schöner?

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Na, liebe Schülerinnen und Schüler: Wer hat was zu sagen?

Die Lesung war aber weit davon entfernt, in einen der Schule fremden Frontalunterricht abzugleiten. „Wo liegt Thüringen?“, wollte Hans-Jürgen Feldhaus genauso wissen wie: „Wer kennt den Harz?“ Immer wieder konnten sich Schüler durch Aufzeigen am Ablauf der Lesung beteiligen, wovon nach einer Aufwärmphase auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Und als die kleine Marie noch an das Flipchart eingeladen wurde, die Brille von „Herrn Krüger“ persönlich einzuzeichnen, war die außergewöhnliche Schulstunde perfekt.

Hans-Jürgen Feldhaus wählte beim Vorlesen deftige Worte, die bei den Schülern die Aufmerksamkeit auch zu fortgeschrittener Stunde wecken konnten. Besonders die Ausflüge in die „Döner-Deutsch-Nummer“ – gesprochen vom Autor selbst – sorgte für viel Spaß in den Klassen. Und während sich anwesende Lehrerinnen und Lehrer um die Gestaltung ihrer nächsten Deutschstunden Sorgen zu machen schienen, legte Feldhaus noch eins drauf: „Solche Typen gibt´s in echt, die heißen dann nur anders“, erklärte Feldhaus – fast überzeugend.

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Selber auch noch an der Zeichnung des Autoren mitwirken – das ist das richtige für Maria von der Sekundarschule Arnsberg!

Noch ein paar Zeilen lesen und dann waren die besonderen Deutschstunden schon wieder vorbei! Nicht aber, ohne Fragen zuzulassen: „Wie entstand die Idee zu dem Buch?“, „Wie lange haben Sie daran geschrieben?“ oder „Schreiben Sie schon ein neues Buch?“, wollen neugierige Fünftklässler an der Sekundarschule Arnsberg wissen. Das konnte Feldhaus getrost bejahen – seine „Echt…“-Reihe sei abgeschlossen, noch im April komme sein neues Buch auf den Markt. Die in Buchform erworbenen Geschichten um Jan Hansen ließen sich Schüler vom Autor aber schnell noch vor Ort signieren.

Dass sich der Einsatz an der Schule gelohnt hat, davon ist die Organisatorin der Lesungen an der Sekundarschule Arnsberg überzeugt. „So eine Autorenlesung löst regelmäßig eine richtige Lesewelle aus“, beschrieb Eva Stutzinger den Erfolg. Und die schwappt sogar bis in die Schulbücherei, wo künftig auch Bücher von Hans-Jürgen Feldhaus zu finden sind…

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