Professorin für spannendes Werkstattgespräch zur Ausstellung „Hexenkommissar – Heinrich Schultheiß” vor Ort

Ausstellung “Hexenkommissar – Heinrich von Schultheiß” bis 31.10.

Arnsberg. Die viel beachtete Ausstellung „Hexenkommissar – Heinrich von Schultheiß“ ist noch bis zum 31. Oktober in den Räumen des ehemaligen Klosters Wedinghausen in Arnsberg zu sehen. Im Mittelpunkt der mit Medien und Lichteffekten gestalteten Inszenierung steht das Buch des Arnsberger Hexenkommissars – heute ein Dokument tiefer Unmenschlichkeit. Im Rahmen der Ausstellung ist Professor Dr. Anke Haarmann am Sonntag, 9. Oktober 2022, um 10 Uhr in den Räumen des Kunstvereins Arnsberg, Königsstraße. 24, 59821 Arnsberg, in einem Werkstattgespräch zum Thema „Künstlerische Forschung“ zu Gast. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Künstlerische Forschung

Prof. Dr. Haarmann beschäftigt sich mit der Frage „Was ist Künstlerische Forschung?“ Auf dem Weg zu einer Antwort berücksichtigt sie, dass Künstlerinnen und Künstler sich systematisch z.B. mit historischen, sozialen oder ökologischen Fragestellungen befassen, um diese mit ihren künstlerischen Ausdruckmöglichkeiten auszuloten und in der künstlerischen Praxis eigene Einsichten zu gewinnen.

Ausstellung “Hexenkommissar”

In der Ausstellung „Hexenkommissar“ ist zum Beispiel zu sehen, wie sich eine Tanzgruppe um Tänzer Manuel Quero mit den Themen „Hexerei“ und „Hexenverfolgung“ auseinandergesetzt hat. Tatsächlich – so die Idee – vermag Kunst Dinge ausdrücken und aus der jeweiligen künstlerischen Position heraus zu erforschen, die auch der wissenschaftlichste Text nicht erfassen kann. Andererseits verfügt die Wissenschaft ihrerseits über methodische Ansätze, die die Werkzeuge des künstlerischen Handelns erweitern können.

“Opfer der Möhnewiesen”

Künstlerischer Ausdruck hat auch in weiteren Projekten in der Stadt wie “Opfer der Möhnewiesen” (von Künstlerin Astrid Breuer) sowie in zahlreichen Ausstellungen des Kunstvereins Arnsberg und Inszenierungen des TEATRON Theaters seinen Platz und zielt dort in eine ähnliche Richtung.

Kunstprojekt “Opfer der Möhnewiesen” von Astrid Breuer. Foto: Stadt Arnsberg

Ziel des Gesprächs ist es, diesen Ansatz für Arnsberg und die Region zu vertiefen. Interessierte Bürger:innen sind dazu herzlich eingeladen.

Hintergrund: 

Professor Dr. Anke Haarmann arbeitet als Konzeptkünstlerin, Kuratorin und Wissenschaftlerin. Tätig als Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg gründete sie dort das „Zentrum für Designforschung“. Derzeit hat sie eine Professur an der Universität Leiden inne. Sie ist Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft für Künstlerischer Forschung in Deutschland.Im Zentrum ihrer Projekte stehen Künstlerische Forschung, Stadtentwicklung, Kultur und Öffentlicher Raum. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören u.a.: “Die Keimzelle. Transformative Praxen einer anderen Stadtgesellschaft“ sowie “Künstlerische Forschung” im Handbuch Designwissenschaft, beide erschienen 2021.

Quellenangaben: Foto (oben) – Simone Bannach; Text – Stadt Arnsberg

Die „Linie 1“ fährt ab 19. August weiter in Herdringen – Einsteigen lohnt sich auf jeden Fall

Sommermusical auf der Freilichtbühne überzeugt auf der ganzen Linie

Herdringen. Da ist dieses etwas schüchterne Mädchen in der blauen Latzhose, das zum ersten Mal den elterlichen Stall auf dem Land verlassen hat und sich plötzlich in einer Großstadt wieder findet. Eigentlich nichts Besonderes wenn es nicht um die deutsche Hauptstadt ginge und sich diese Hauptstadt auf der Freilichtbühne in Herdringen wieder finden würde. „Linie 1 – Nächster Halt: Berlin“ – so lautet das aktuelle Erwachsenenstück der Saison und wurde seit der Premiere am 15. Juli schon fünf Mal auf der Bühne gespielt. Seit dem 24. Juli ist Sommerpause in Herdringen – zum 19. August rollt der Zug wieder nach Berlin und mit ihm die Linie 1 in Herdringen. Es lohnt sich zuzusteigen!

Einsteigen lohnt sich!

In wenigen Sätzen geschildert, wird die Geschichte des „Mädchens“ – sie heißt auch mal Alice oder Lari-Fari – erzählt, die aus der Enge des Elternhauses ausgebrochen ist und die große weite Welt, na – zumindest Berlin – schnuppern möchte. Und da gibt es diesen Freund, einen Rocksänger, der „der Kleinen“ vermutlich auf einem Scheunenkonzert den Kopf verdreht hat und sich auf eine Affäre mit dem Mädchen eingelassen hat, deren Folgen im Stück etwas im Dunkeln bleiben. Egal, in der Hauptstadt angekommen macht sich die Landpomeranze – authentisch gespielt von Johanna Albrecht – auf die Suche nach ihrem Märchenprinz und begegnet dabei einer ganzen Reihe schräger Typen. Die Suche nach ihrer vermeintlich großen Liebe begleitet das ganze Stück nur nebensächlich, das romantische Finale fehlt aber nicht – und wird von den Zuschauenden stets mit einem „Ohhhhhh“ kommentiert. Es sind aber die vielen Neben-Schauplätze, die das Stück in Herdringen zu einem echten Hingucker machen.

Spannende Nebenschauplätze auf der Bühne

Auf der Bühne da sind die Landstreicher, die schon vor dem Start des Stückes auf der Herdringer Bühne am Metallfass herumlungern und sich mit ihrer Mantra-artigen Frage „Hasse mal ´ne Mark“ schnell in die Herzen der Zuschauenden spielen. Da ist aber auch der Junge „Bambi“ (gespielt von Florian Schulte), der sich anbietet, den gesuchten Rocksänger in der Hauptstadt aufzutreiben. „Hasst du ein Glück, dass du mich getroffen hast“ wird er dem Mädchen gegenüber dabei nicht müde immer wieder zu behaupten und hat es doch selber nur auf ihr Herz abgesehen. Und da sind noch die vielen anderen Menschen, die auf der Bühne für ein buntes Leben sorgen – ob im Kietz-Kiosk, auf der Straße und auf jeden Fall bei allen Szenen in der U-Bahn, der Linie 1.

Vier mit viel Erfindungsgeist gebastelte U-Bahnwagen werden zur zweiten Bühne auf der Bühne und per Handarbeit zur passenden Szene des Klassikers aus den 80er Jahren immer wieder auf die Bühne geschoben. Ganz Genaue, Spießer, Alternative oder Hippies – die Linie 1 hat während ihrer Fahrt von allem etwas zu bieten und begeistert ihr Publikum auf der ganzen Länge. Begegnungen, Schicksale oder Tragödien – in den Waggons wird dem Publikum alles geboten, was die 80er Jahre in Berlin so zu bieten hatten. Vor alle eine von Laien geprägte Schauspielkunst allererste Güte. Text- und treffsicher sitzen die Pointen und machen einfach nur Spaß. Aber nicht nur das: In den teilweise auch längeren Dialogen der Bühnen-Akteure werden die Sorgen, Nöte und Bedenken der Menschen aus den 80er Jahren angesprochen – aber nie unnötig in die Länge gezogen.

Nöte und Bedenken der Menschen

Apropos Spaß – den gibt es auf der Freilichtbühne auch mit einer tollen Choreografie von Saskia Senft (auch Regie) und Tim Erlmann (Musikalischer Leiter). Wie es sich für ein echtes Musiktheater gehört, wird natürlich viel gesungen und getanzt. Und das muss man einfach mögen: Lieder mit eingängigen Melodien und einprägsamen Texten gehen fast nahtlos – außer vom Applaus der Gäste unterbrochen – in den nächsten Handlungsstrang über. Und während der rund zweieinhalbstündigen Spielzeit (ohne Pause von ca. 20 Minuten) kommt bei den Zuschauenden alles auf – nur keine Langeweile!

Das Mädchen vom Lande ist allein in der großen geteilten Stadt der 80er Jahre unterwegs.

Text, Musik und Tanz – und den Witz für Zwischendurch gibt es noch gratis dazu. Zum Beispiel von einer Art „Pausenclown“, der die im Lauf des Stückes erforderlichen Umbau- und Umkleidepausen mit schrägem Humor auf seine ganz typische Art und stets solo überbrückt. Eigentlich sind sind seine Auftritte eigene Programmpunkte im Programm – ob beim Liebesflirt der Fische in Topflappen-Handschuh-Form oder beim „Musizieren“. Eine eigene Nummer und auf jeden Fall einer der Top-Acts des insgesamt spitzenmäßigen Theaters ist der Auftritt der „Wilmersdorfer Witwen“ – auf der Freilichtbühne Herdringen natürlich von in weiblichen Rollen erfahrenen Männer gespielt. Von ihren schwarzen Witwen-Kostümen bis zu ihren Sprüchen, die an der Verherrlichung der Zeit zwischen 1933 und 1945 nur knapp vorbeischrappen, ihre Kombination aus Tanz und Gesang in einer eigenen Witwen-Choreografie im Scheinwerferlicht lässt das Publikum jubeln.

Witwen-Choreografie lässt Publikum jubeln

Den tosenden Applaus nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit haben sich alle rund 40 Akteure auf der „Linie 1“ in Herdringen mehr als verdient. Von aufwändigen Einzelproben, die der Pandemie geschuldet waren, und einer monatelangen Vorbereitung lassen sich die Schauspielenden in Herdringen nichts anmerken. Viele von ihnen stehen ohnehin die meiste Zeit komplett auf der Bühne oder schlüpfen gekonnt in die verschiedenen Rollen – zackiges Umziehen inklusive.

Politisch-gesellschaftlicher Hintergrund

Mit dem Ende der Sommerpause auf der Freilichtbühne Herdringen wird das Stück nach dem Buch und den Liedtexten von Volker Ludwig noch insgesamt zehn Mal auf der Bühne gespielt. Wer sich gut unterhalten wissen will und dabei auch auf Lachen und nachdenkliche Texte vor dem politisch-gesellschaftlichen Hintergrund der 80er Jahren nicht verzichten möchte sollte nicht verpassen jetzt  einzusteigen. Denn wenn das Stück nach den ersten fünf Durchgängen vor Publikum so richtig Fuß gefasst hat, könnte es mit Plätzen zum Ende der Spielzeit auch wieder knapp werden. Dernière ist am Samstag, 10. September um 20 Uhr. Karten und Infos gibt es im Netz unter www.flbh.de

Spiel-Termine: 

Freitag, 19. August – 20 Uhr

Samstag, 20. August – 20 Uhr

Dienstag, 23. August – 16 Uhr

Freitag, 26. August – 20 Uhr

Samstag, 27. August – 20 Uhr

Freitag, 2. September – 20 Uhr

Samstag, 3. September – 20 Uhr

Sonntag, 4. September – 18 Uhr

Freitag, 9. September – 20 Uhr

Samstag, 10. September – 20 Uhr (Dernière)

Hintergrund:

Verlag: Felix Bloch Erben

Autor: Buch und Liedtexte Volker Ludwig

Regie: Saskia Senft

Choreografie: Saskia Senft / Tim Erlmann

Musikalische Leitung: Tim Erlmann

Spielleitung: Maximilian Morlock

(Quellen: Text und Fotos – Frank Albrecht)

Weltklasse A-Cappella ist im KULTURSOMMER Arnsberg zu hören

„Showtime“ mit den RINGMASTERS aus Stockholm am 12. Juli um 19 Uhr im Sauerland-Theater

Arnsberg. Der Kultursommer beschenkt sich selbst – und seine Gäste! Denn das Kultursommer-Team konnte sich für kommenden Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr, einen der begehrten Konzerttermine auf der aktuellen Europa-Tournee der RINGMASTERS sichern und lädt zu diesem A-cappella-Ausnahmekonzert ein. Und das ist wortwörtlich gemeint, denn der Eintritt ins Sauerland-Theater ist frei, nicht zuletzt als Dankeschön für die vielen treuen Kultursommer-Besucher*innen in Arnsberg und Umgebung, als Angebot an die vielen Musik-freund*innen in der Region und als Ermunterung für die starke heimische Chorszene.

Vier grandiose Sänger

Wer noch keine RINGMASTERS-Erfahrung gemacht hat, bekommt bei der neuen Show der vier grandiosen Sänger und Entertainer aus Stockholm jetzt die Gelegenheit dazu. RINGMASTERS bringen eine neue Version ihres außergewöhnlichen A-cappella-Mixes auf die Bühne. Dabei geben die sympathischen Schweden wieder Hits von heute und damals zum Besten, in einem erneut so kraftvollen und überwältigenden Gesangsstil, wie man ihn noch nicht gehört hat: Krasse Akkorde, himmlisches Blending, virtuose Präsentation. Und selbstverständlich eine musikalische Harmonie der Extraklasse.

Musikalische Harmonie der Extraklasse

Die vier Herzensbrecher laden das Publikum ein zu einem Fest voller A-cappella-Vielfalt. Alle Gäste dürfen sich auf groovige Jazzstandards, auf unvergessliche Songs aus der Welt des Musicals und auf Perlen aus Disneyfilmen, sowie auf Klassiker von den Beatles, Beach Boys und Abba freuen. Mit zum einmalig breiten Repertoire der Weltmeister des Barbershop gehören auch Lieder, mit denen die vier Jungs aufgewachsen sind, zum Beispiel aus der klassischen Chormusik. Oder das ein oder andere schmissige, schwedische Volkslied. Und mit etwas Glück singen die Charmebolzen vielleicht auch ein deutsches Lied. Abwechslungsreicher kann eine Liedauswahl kaum sein. Mit teilweise deutscher Moderation das Publikum um den Finger zu wickeln, haben sie jedenfalls schon gelernt und geradezu perfektioniert.

Publikum um den Finger gewickelt

Ein Abend mit RINGMASTERS ist vor allem eines: sehr authentisch, voller Energie, und gerade deshalb vielleicht auch so erhaben und erbaulich. Auf jeden Fall hinterlässt er ein Publikum im Freudentaumel, inklusive einem gehörigen Maß an Gänsehaut.

Und wie gesagt, der Eintritt ist, anders, als teilweise bei früherer Gelegenheit angeben, nach guter alter „KuSo“-Sitte wirklich und wahrhaftig frei!

Hintergrund

RINGMASTERS sind: Didier Linder (Bass), Jakob Stenberg (Tenor), Rasmus Krigström (Lead) und Emanuel Roll (Bariton). Sie haben sich einer ganz besonderen Form des A-cappella-Gesanges verschreiben, dem Barbershop. 2012 gewannen die RINGMASTERS als erste nicht-amerikanische Gruppe in der über 50-jährigen Geschichte des Wettbewerbs die Barbershop-Weltmeisterschaften in den USA – ein Erfolg, den ihnen niemand mehr nehmen kann. 

Was ist Barbershop-Musik?

(mit Auszügen aus einer Definition von BinG! – Barbershop in Germany)

Wer bei Barbershop eher an Föne statt an Töne denkt, liegt nicht falsch. „Barbershops“, die amerikanischen Friseur-Salons, waren Ende des 19. Jahrhunderts Orte geselliger Treffen, bei denen sich die Herren die Wartezeit gelegentlich mit spontan improvisierten Gesängen zu vertreiben wussten. 

Barbershop-Gesang ist Obertonmusik in Reinkultur und entsteht durch möglichst genaue Abstimmung von Vokalen, Tonabständen und Lautstärke unter den vier Stimmen. Die speziellen Harmonieregeln und der enge Satz bewirken einen besonderen Klangreichtum und ein beachtliches Volumen. Beides sind herausragende Merkmale dieser Musik.Neben der gesanglichen Qualität wird beim Barbershop auch die Präsentation großge-schrieben, spielen Bewegung, Mimik, der ganze körperliche Ausdruck eine Hauptrolle. Und ganz wichtig sind die berühmten „Tags“, die Schlussteile eines Liedes. Sie werden mit oft überragender Virtuosität in die Länge gezogen. Da kann es einem schon mal so vorkommen als wäre der „Tag“ länger als der eigentliche Song.

Quellen: Text – Stadt Arnsberg / Foto: Annika Falkuggla

Neue Sommer-Edition lockt ab Freitag auf den Poesiepfad

“Deutsche Kunstlieder” sind für drei Monate Thema im Wald

Am kommenden Freitag, 24.06.2022 um 17 Uhr wird die neue Sommer-Edition auf dem Poesiepfad mit einer Erstbegehung eröffnet. Thema: „Deutsche Kunstlieder“. Im Sommerquartal wird der Poesiepfad zum „Pfad der Lieder“.

Angeregt durch die Initiative des Internationalen Liedzentrums Heidelberg und anderer Institutionen, das Kunstlied in deutscher Sprache für das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO vorzuschlagen, hat sich das Poesiepfad-Team entschieden, in der diesjährigen Sommer-Edition Kunstlieder unterschiedlichster Art vorzustellen.

Das Poesiepfad-Team schließt sich damit der Einschätzung des Internationalen Liedzentrums Heidelberg an, dass „das Lied … Ausdruck einer gemeinschaftlichen wie auch individuellen kulturellen Identität … und damit von unschätzbarem Wert“ (Thorsten Schmidt) sei. Der Besucher des Poesiepfades wird vielen Texten und Liedern von bekannten Dichtern und Komponisten begegnen, dabei aber auch Überraschendes erfahren können.

“Pfad der Lieder”

Wer weiß schon, dass Wolfgang Amadeus Mozart das Lied „Komm lieber Mai und mache…“ zu einem vorhandenen Text komponiert hat? Oder dass Pastor August Disselhoff das Lied „Nun ade, du mein lieb Heimatland“ 19-jährig im Jahr 1848 in Arnsberg ursprünglich mit dem Titel „Westfalen mein, ade!“ gedichtet hat? Nicht wenige Kunstlieder bekamen aufgrund ihrer Popularität und Verbreitung den Charakter von Volksliedern, wie z.B. das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“.

Das Poesiepfad-Team hat nach Recherchen von Johannes Kiczka und Bärbel Grosse die Liedtexte ausgewählt. Die Lieder werden im Aushang durch historische Bildpostkarten ergänzt, die der Sammlung von Prof. Dr. Sabine Giesbrecht an der Uni Osnabrück entstammen. Solche Kunstpostkarten zu bekannten Liedern waren Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitet und verdeutlichen den Wert, den die Kunstlieder in unserer Tradition und im allgemeinen Gedankengut haben.

Texte werden auch gesungen

Am Freitag, dem 24. Juni um 17.00 Uhr werden nun die ausgewählten Lieder auf dem Rumbecker Poesiepfad im Mühlbachtal gelesen und einige auch gesungen. Erläuterungen und Hintergründe erfahren die Teilnehmer von Johannes Kiczka und Wolfram Blanke.Das Poesiepfad-Team, der Arnsberger Heimatbund sowie das Regionalforstamt Arnsberger Wald laden herzlich dazu ein. Diese geführte Erstbegehung der Sommertexte ist wie immer kostenfrei, aber nicht umsonst. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Poesiepfad-Besucher in den kommenden drei Monaten selbst das eine oder andere Lied anstimmen. Das Mühlbachtal eignet sich gut dazu!

Quellen: Text – Poesiepfad-Team c/o Wolfram Blanke / Foto: Frank Albrecht

Freilichtbühne Herdringen übersteht die Coronazeit unbeschadet

Mit bewährtem Team geht es nun in die neue Spielzeit

Herdringen. Die Freilichtbühne Herdringen hat die Pandemie unbeschadet überstanden. Das ist die wichtigste Feststellung durch den Vorsitzenden Thomas Lepping auf der Generalversammlung des Vereins. Bei der Vorstandswahlen gab es keine personellen Änderungen, so dass die Arbeit des Vereins nun kontinuierlich weitergeführt werden kann.

„Es war ein besonderes Jahr mit besonderen Herausforderungen, die wir als Verein grandios gemeistert haben“, ist Thomas Lepping allen Aktiven der Freilichtbühne dankbar. Beispielhaft nannte er den Einsatz für 25 externe Veranstaltungen. „Wir haben zum Beispiel Schulen ihre Entlassfeiern, Kirchen Konfirmation und Kommunion ermöglicht: Jedes Mal waren wir mit Personal vor Ort. Und wir haben das gern gemacht.“

So habe die Freilichtbühne nicht nur Einrichtungen in der Stadt Arnsberg unterstützt, sondern die Freilichtbühnengemeinschaft habe auch in der Pandemie Zusammenhalt und Aktivität unter Beweis stellen können. „Wir haben diese logistische Herausforderung hervorragend gemeistert“, ging sein Dank an die Aktiven vor Ort.

Pater und Grodhues seit 70 Jahren Mitglied

Für besondere Vereinstreue ehrte Lepping  Dieter Westhoff und Udo Riemer für 50 Jahre Mitgliedschaft. Josef Pater und Annemarie Grodhues sogar für das seltene Jubiläum von 70 Jahren Mitgliedschaft in der Freilichtbühne Herdringen.

Förderprogramme und Spenden

Und auch die Zahlen stimmen. Staatliche Förderprogramme und Spenden hatten die Spielzeit 2021 ermöglicht. Die unter Coronabedingungen durchgeführten kleinen Stücke waren erfolgreich, auch wenn nur knapp ein Drittel der sonst üblichen Zuschauerzahlen zugelassen waren. Schatzmeister Markus Strotmeyer verzeichnete so ein leichtes Plus zum Jahresabschluss. „Das war auch notwendig, da wir in 2022 deutlich weniger Fördermittel für die Spielzeit generieren konnten und für unsere Premieren in Vorleistung treten mussten“, erklärte Markus Strotmeyer, dass er den Überschuss schon wieder ausgegeben hat.

Premieren am 21. Mai und 15. Juli

Das war notwendig, da seit Januar die Vorbereitungen laufen. Diesmal wieder für eine aktuelle Spielzeit unter ganz normalen Bedingungen. Diese startet mit dem Familientheater „Cinderella“ an diesem Wochenende, Samstag, 21. Mai, und dem Musical „Linie 1“ am 15. Juli.

Gut zu wissen: Karten können bei der Freilichtbühne Herdringen über die Homepage www.flbh.de sowie telefonisch unter 02932 / 39140 reserviert werden.

Quelle: Text und Foto (Der geschäftsführende Vorstand mit dem Jubilaren) Freilichtbühne Herdringen