Einsatz für: „Rosalore“ – Susanne Bötel macht Arnsberger Senioren Spaß!

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Mehr als vier Tage trieb sie sich in Arnsberg herum, an einem von ihnen auch im „Café Zeitlos“. Susanne Bötel, der Traum in Rosa, wie ich sie nach drei Stunden Action gerne nennen möchte, macht ihren Job. Und das verdammt gut. Völlig untypisch, bin ich gar nicht dazu gekommen sie zu fragen, ob sie das alles vorbereitet hat – oder ob die Ideen aus der Spontaneität geboren sind. So sehr bin ich mit ihr und ihrem Auftritt vor Senioren im Arnsberger Gemeindezentrum Liebfrauen beschäftigt.

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Guten Tag, geht es gut, schön Sie hier zu treffen: „Rosalore“ aus Hamburg läuft im Café Zeitlos zur Hochform auf…

Während Kaffee und Kuchen beim regelmäßigen Treff im Café Zeitlos die Runde machen, und nur Eingeweihte immer wieder mit Spannung zur Tür schauen, klopft es an das Fenster: Gehört hatte ich ja schon von ihr, aber: Was ist das?! Schrill, rosa und ganz schön – na sagen wir „stabil“ steht sie vor dem Café und macht sich bemerkbar. Sie wird bemerkt, und die ersten Senioren winken zurück. Keine zwei Minuten später hat sie es dann geschafft und erobert ihre „Bühne“ im Café Zeitlos. Und die liegt genau zwischen Stühlen, Rollatoren und dem Kaffee mit Kuchen.

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…und die jungen Reporter vom „Fantastello TV“ spielten mit und Rosalore genau in die Karten!

Und während ich mich immer noch frage, ob es wohl so eine Art „warming up“ gegeben hat, legt sie schon los: Erst mal die Menschen im Café Zeitlos kennen lernen, scheint ihre Strategie und so zieht „Rosalore“ von Tisch zu Tisch. Händeschütteln, Nachfragen und immer die Zeit, auf die Bemerkungen und Fragen der Senioren zu antworten. Ja, denke ich mir schnell, die Frau versteht sich auf ihr Geschäft. Ein Geschäft, das nur eines im Sinn hat, vor allem den älteren Menschen für einen Moment Glück in die Augen und Lachen ins Gesicht zu zaubern.

Aber: Rosalore wäre doch nicht Rosalore wenn sie es nur dabei belassen würde! Schnell wird mir klar, dass sie noch viel mehr auf Lager hat. Und begeistert von der Atmosphäre mit rund 50 Gästen (Senioren und anderen) gibt Rosalore alles. Von Tisch zu Tisch läuft die Kommunikation mit der Clownin in Rosa selbst in den hinteren Ecken des Saals. Und wenn das noch nicht reicht – dann wird eben die Karte mit dem Service gezogen: Rosalore macht sich nützlich, bringt Kaffee und Kuchen an die Tische der Gäste und schaut nach, dass es allen ja auch richtig gut geht.

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Darf ich ein Tänzchen wagen? Rosalore im Café Zeitlos und in Aktion!

Sehr zur Freude der amüsierten Allgemeinheit, hat sich Rosalore schon ihre „Pappenheimer“ im Saal ausgesucht, mit denen sie auch länger ihre Späßchen treibt. Und die sind nicht etwa pikiert oder überrascht, sondern sie freuen sich über das große Maß an Aufmerksamkeit, dass ihnen im Rahmen des Auftritts von Rosalore geschenkt wird. Ganz egal, ob sie nur die Jahre zählt, die einer auf dem sprichwörtlichen Buckel hat, oder etwas anderes mit den Gästen anstellt. Keine Stunde im Café Zeitlos, und Rosalore ist in Topform und hat längst schon Betriebstemperatur erreicht. Mich wundert das nicht, scheint sie doch nirgends so richtig still verharren zu können! Immer wieder springt sie auf und wechselt den Schauplatz ihres Geschehens.

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„So schön hier bei Euch!“

Die Zeit im Treff ist fortgeschritten und Rosalore hält es einfach nicht mehr auf den Stühlen! Ja, es muss getanzt werden, und in der Runde der betagten Besucher wird sie mit ihrer charmanten Art schnell fündig. „Wollen wir ein Tänzchen wagen?“, blickt sie in die Runde und schon geht es wieder weiter… Dann ist so mache Tasse Kaffee getrunken und so manches Stück Apfelkuchen vertilgt worden – der Nachmittag neigt sich dem Ende zu, die ersten Gäste müssen gehen und werden abgeholt. Wieder Einsatz für Rosalore, denn ohne persönliche Verabschiedung möchte sie keinen so richtig ziehen lassen.

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Rote Nasen gefällig? Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Rosalore sucht Gleichgesinnte in Sachen „Humor“!

Es wird erst ruhiger, als sich noch mehr Gäste wieder auf dem Weg in ihre Wohnungen befinden, und für Rosalore ist es die erste Gelegenheit, einmal tief Luft zu holen. Und Kaffee zu trinken! Natürlich hat Rosalore auch beim Kuchen mit Sahne so ihre kleinen Schwierigkeiten – wie es sich für einen Clown, pardon, eine Clownin gehört. Denn die Sahne vom Kuchen bleibt nur allzu gerne an der roten Nase kleben. Apropos rote Nase: Bei ihrem Auftritt ist Rosalore auch immer auf der Suche nach Mitspielern und Gesinnungsgefährten. Für sie hat sie ein untrügliches Zeichen gleich zum Termin mitgebracht – die rote Nase. Eine ganze Handtasche voll, damit in Sachen „Humor“ auch ja keiner auf der Strecke bleiben muss…

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So, es ist ruhiger geworden: Diese Pause hat sich Rosalore aber redlich verdient…

Rosalore ist fertig! Mit der Show und mit ihren Kräften… Das rosa Kostüm mit vielen, von mir aber nicht gezählten Lagen Stoff sorgt für wohlige Wärme auch im Winter, und Rosalore wünscht sich nur noch eines: Eine Dusche und ein gemütliches Sofa, da bin ich mir sicher. Das hat sie sich aber auch redlich verdient, denke ich mir. Und dann sammelt sie ihre roten Nasen für die nächste Show wieder ein, packt ihren Trolli und zieht mit ihm ins Hotel. Ich denke auch nach Tagen noch gern an die Farbe „Rosa“ zurück. Und sage mir im Stillen: Miss Piggy ist nichts dagegen…

Rosalore besuchen: „www.rosalore.de

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