Fresekenmarkt hat begonnen – und ZERO Returns… aber wie!

zepa_bei

In der Neheimer City hat am Freitag der „Fresekenmarkt“ begonnen. In seiner 37. Auflage in Folge hat sich das Stadtteilfest auch für dieses Jahr wieder viel vorgenommen. Die im letzten Jahr erstmal im Festzelt vor dem Dom abgefeierte „ZERO Returns“-Party (Foto, oben: Albrecht) bot auch in diesem Jahr neben einigen Gaukeleien rund um die „bunte Meile“ in der City einen gelungenen Auftakt. Gut besucht, bot die schon nach einem Jahr beliebte Veranstaltung wieder viel Spaß für alle Beteiligten. „ZERO Returns“ – und wie…

21.05 Uhr – die Party im dem wohl „größten Oktoberfestzelt des Sauerlandes“ (Achtung: Werbung!) läuft schon seit gut zwei Stunden. Noch ist ausreichend Platz, sich auf dem Parkett des Festzeltes umzusehen und Ausschau nach Freunden und Bekannten zu halten. Die DJ´s sind schon in bester Laune, und die Besucher spüren den ersten Hauch an Erinnerungen in alten, echten ZERO-Zeiten. Laser, Nebel und die Lichtanlage funktionieren und die Steuer-Männer und -Frauen geben schon früh alles.

zepa_3
Die DJ´s der „ZERO Returns“-Party im Neheimer Festzelt… Gute Musik und beste Laune, ganz wie in alten ZERO-Zeiten… (Fotos: Albrecht)

22.30 Uhr – die „ZERO Returns“-Party nimmt doch langsam richtig Gestalt an: Die riesige Tanzfläche für Hunderte von ZERO-Fans ist schon gut gefüllt, vom Eingangsbereich drängt langsam alles in Richtung der DJ´s. Viele Gruppen und Grüppchen stehen doch noch unentschlossen am Rand und überlegen, wann für sie wohl der richtige „ZERO“-Sound aufgelegt wird. Nein, dieser war es wohl auch nicht, aber der nächste, der muss es aber langsam sein.

„ZERO-Returns“, das ist auch immer Wettlauf zwischen Partystimmung und Zeit. Denn – nach hinten hinaus ist eine zeitliche Grenze, die nicht überschritten werden darf. Schließlich, so erklären die Verantwortlichen im Vorfeld auch immer verständlich, möchte man es sich mit den Nachbarn und Anwohnern nicht verstehen. Kann ich verstehen und gut nachvollziehen. Also weiter: ELO, Michael Jackson, Genesis – das wird doch langsam, aber sicher etwas. Die Laune auf der Tanzfläche steigt weiter, die der DJ´s zum Glück auch!

23.55 Uhr – ein Blick auf die Uhr: Oh Schreck, nur noch eine Stunde Party. So war die Veranstaltung im Vorfeld kommuniziert worden. Jetzt aber alles geben, denke ich, während andere schon längst diesen Stand hinter sich gebracht haben und abgekämpft die Tanzbühne verlassen. Nur nicht zu lange, denn: Die Zeit drängt, wie gesagt. Was soll das denn jetzt aus den Boxen sein?! Na gut, man kann es ja nicht immer allen recht machen, aber meine Musik ist das gerade mal nicht. Ob das wohl im ZERO gelaufen ist, frage ich mich und meine Tanzpartner. Schulternzucken, denn mit der Verständigung ist es auch nicht ganz so leicht.

Dann wird es Minuten später noch mal richtig voll:  Klar, die Songs kennt hier fast jeder, und es strömen auf einmal die Massen auf die Tanzfläche. Wird ja auch langsam Zeit, denke ich bei einem Blick auf die Uhr weiter. Nur noch rund 30 Minuten „ZERO Returns“. Da heißt es, noch einmal alles zu geben. So denken die Gäste um mich herum auch, denn es wird langsam eng und enger. Macht aber nix, und eng fühlt sich echt ganz gut an. Ja, so muss es sich anfühlen, wenn in den Großdiscos im Ruhrgebiet mit Hunderten gemeinsam gefeiert und getanzt wird. Schade, dass es das in Neheim in dieser Form nur einmal im Jahr gibt. Aber: Nicht jammern! Immerhin gibt es sie einmal im Jahr die Party, auch wenn die von 2016 sich langsam dem Ende zuzuneigen scheint. Und zwischendurch (Achtung, wieder Werbung!) feiert ja auch noch „TONBLOCK“ mit guter elektronischer Musik.

zepa_6
Party ohne Ende? Nein, nach einer einstündigen „Zugabe“ war es auch in diesem Jahr wieder vorbei mit dem ZERO-Spaß!

1.05 Uhr – hä? Die Musik läuft immer noch… Etwas leiser, gut für die Verständigung mit den Gästen, die noch da geblieben sind. Denn viele haben sich an das kommunizierte Enddatum – 1 Uhr Feierabend! – gehalten. Und obwohl ich eigentlich schon kurz vor 1 Uhr glaubte, einen Rausschmeißer in Sachen Musik gehört zu haben, es geht einfach weiter! Das Gesetz sei doch mit Bezug auf Traditionsveranstaltungen wie den Fresekenmarkt und den ihn begleitende Partys geändert worden. Ok, wie schön: Noch eine unverlangte Zugabe!

1.35 Uhr – die Zugabe in Sache Musik kann ich in voller Länge genießen. Auch wenn sich bei den Texten der Lieder jetzt jedes Mal der Gedanke nicht verdrängen lässt, dass es nun eines der letzten Lieder sein müsse. Aber egal: Augen zu und tanzen – und vor allem: Nicht denken! Die Musik ist insgesamt etwas leiser geworden, die gespielten Stücke hören sich geschmeidiger an. Einfach klasse…

1.59 Uhr – es wird ernst: „Should I stay, oder should I go?!“ – Diese musikalische Frage wird mir noch wenige Sekunden nach dem Lied abgenommen, leider! Das Licht im Zelt geht an, und der restliche versprengte Haufen von ZERO-Fans kann und will sich einfach nicht lösen. Na, das war es dann wohl mal wieder, denke ich. Müde und abgetanzt kämpfen sich die Einen zur Theke – noch ein letztes Getränk, die Anderen stehen etwas unschlüssig auf der leisen Tanzfläche herum… Wohin gehen? Die Auswahl in Neheim ist übersichtlich! Gerade zu dieser späten Stunde.

2 Uhr irgendwas – keine Musik, der Abbau der technischen Anlagen hat begonnen. Ich schau mich um – von wem will ich mich noch schnell verabschieden, bevor das inzwischen kleine Feierpublikum auch noch das Weite sucht? Ein Herzen hier, ein Drücken da -komm, es war doch wieder richtig schön! Und: Das nächste Jahr kommt, bestimmt. Auf dem Weg zum kalten Auto denke ich, dass es sowas viele häufiger und intensiver in der Stadt geben müsste… Ob man mal eine Initiative für „ZERO Returns“ starten kann? Vielleicht vier mal im Jahr… Oder zweimal… wenigstens!

Während ich die CD in den Player einschieben, um das Piepsen der Ohren zu übertünchen, überkommt mein Gesicht ein breites Grinsen. Alter Schwede, geht doch!

Ja, Leute: Und am Samstag kommen dann alle Freunde des „Neheimer Oktoberfestes“ auf ihre Kosten! Ob sie auch so viel Spaß haben werden? Bestimmt!

Und, was soll ich sagen: Der Fresekenmarkt hat am morgigen Sonntag (9. Oktober) auch noch mehr zu bieten…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *