Geld-Kultur und Sicherheit: „Akademie 6-99“ schaut bei der Sparkasse nach

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Mitten in der Diskussion über die Zukunft des Bargeldes machten sich rund 50 Besucher der jüngsten „Akademie 6-99“ jetzt auf die Suche danach… In der Geschäftsstelle der Sparkasse Arnsberg-Sundern waren Erwachsene und Kinder eingeladen, sich dem Thema „Geld“ in verschiedenen Formen zu nähern. In drei Workshops, sie sich mit Bargeld, e-Geld und Buchgeld beschäftigen, gab es für alle Akademie-Schüler einen spannenden Themenrundgang, der bis in den Tresorraum führte…

Bis in jedes Detail der attraktiven Lehrstunde zwischen Computern und (vermuteten) Geldsäcken hatten gleich mehrere Mitarbeiter der Sparkasse ihren Lehr-Job gut vorbereitet. Und so verwunderte es nicht, dass mitten in der Einleitung zum Thema die erste Frage aus dem Mund einer jungen Besucherin kam: „Wann geht´s denn endlich los?“, wollten wohl alle Kinder wissen, schließlich kommt man nicht immer in den Tresorraum.

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So leicht geht Internetbanking? Frank Priebel von der Sparkasse erklärt Silas im Rahmen der „Akademie 6-99“ die Feinheiten.

Frank Priebel nahm es mit seinen Erklärungen zum Betrieb des Sparkassen-Internetbankings vor allem in Sachen „Sicherheit“ ganz genau. Keine Sorgen, so der Fachmann, müsse man sich über den Teil der Geschäfte machen, die im Computernetz der Sparkasse verbucht werden. Viel gefährdeter sei da der eigene PC, den man mit Virenschutz und Firewall immer auf dem neuesten Stand halten sollte. Aber: Wie wanderte denn nun das Geld vom einen zum andern durch das Internet? Silas durfte es als erster probieren. Staunende Augenpaare, die sonst augenscheinlich nicht viel mit dem Internetbanking zu tun haben, verfolgten jeden seiner angeleiteten Schritte auf der Leinwand im „Klassenraum“.

Internetbanking, barrierefrei

Für die jungen Augen viel zu groß erwies sich die so genannte barrierefreie Version des Bankings per Computer. Große Schriften und Symbole machen den Umgang mit dem für einige unbekannten Medium noch leichter. Ob nun am Computer Geld „verschoben“ wird oder über eine eigene Sparkassen-App: „Die Sicherheit sollte stets ganz oben stehen“, erfahren die Workshopbesucher und machen sich dann gleich auf den Weg. Jetzt geht’s ums Bargeld und damit erst richtig los…

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Kaum zu glauben: Aber so eine Tresortür wiegt zwischen 800 bis 1000 Kilogramm, weiß Andreas Siebert von der Sparkasse.

„Wie schwer ist wohl so eine Tresortür?“, wollte Sparkassen-Lehrer Andreas Siebert von seinen Schülern wissen. Staunende Augen, fragende Blicke – keine Idee! So um die 800 bis 1000 Kilogramm könnten es wohl schon sein, wurde geschätzt. Und beim Anfassen der Panzertür wagte keiner der Akademie-Besucher, dieser Schätzung zu widersprechen. Doch die Romantik der „Panzerknacker“ verlor schnell ihre Wirkung – den alten großen Schlüssel für die Tresortür im Keller hatte man schon längst gegen ein Sicherheitssystem mit Tasten ausgetauscht! Ob denn auch jemand die im eigentlichen Raum mit den vielen Schließfächern versteckten Geheimfächer findet? Und wieder wurde bei Groß und Klein geraten, aber die Lösung konnte nur der Fachmann geben.

Romantik im Tresorraum

Noch ein Stück weiter weg von der Romantik… Nein, große Geldbestände werden hier längst nicht mehr aufgehoben, ein Einbruch lohnt sich nicht. „Das Geld folgt dem allgemeinen Trend in der Wirtschaft“, so Siebert. „Just in Time!“, so lautet das Zauberwort. Und wenn die Zeit mal stehen bleibt? Na, eine kleine Reserve für die Geldautomaten sei schon noch vorhanden. Und dann ging´s durch die Mega-Tür auch schon wieder ´raus – die Gedenken an „Oceans Eleven“ bleiben unten.

Wie kinderleicht die Geldautomaten im Vorraum der Geschäftsstelle funktionieren, durfte Kimberly ausprobieren. Einen frischen Zwanziger in den Händen, wurde eingezahlt… und informiert. Dass der Automat einen Falschgeld-Scanner hat und die Scheine aus so einem Gerät mit ziemlicher Sicherheit echt „echt“ sind. Na, und dass man sich die Stückelung der Auszahlungssumme sogar selber aussuchen könne.

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Schön aufpassen, dass keiner die Pin abgucken kann, rät Guido Deller dem jungen Akademie-Schüler.

Die Zeit läuft, die letzte Station wartet. Wie im Kino vor einem Kaffeeautomaten lies Guido Deller von der Sparkasse den Nutzen der ehemaligen „Geld-Karte“ deutlich werden. Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Mit dem kleinen Chip, der sich seit Jahren auf vielen Karten der Banken und Sparkasse befindet, lässt sich bargeldlos bezahlen. Für Silas, Bensalem und Kimberly wieder ein guter Anlass, das auch praktisch unter Beweis zu stellen.

Mit einem heißen Getränk in den Händen dann noch die Erklärung: Was genau unterscheidet das Bezahlen mit Pin oder Unterschrift? Die Sicherheit für die Händler, den eingeforderten Betrag auch später wirklich auf ihrem eigenen Konto verbuchen zu können. Lasse sich die Summe über Lastschrift mit Unterschrift später zurück buchen, müsse man sich Sicherheit beim Pin-Verfahren etwas kosten lassen: Genau 0,24 Prozent vom Umsatz streicht die Sparkasse dafür ein.

Zahlen, Scheine, Automaten

Zahlen, Scheine, Automaten – die Akademie ist am Ende. Fehlt nur noch das eigens entwickelte Gewinnspiel: Welche Farbe hatte noch mal der Zwanziger? Und: Über wie viele Nutzer der Sparkassen-App kann sich das Geldinstitut freuen? Alle Kinder haben´s gewusst und freuen sich zum Abschied über Bares in Gutscheinform sowie freie Eintritte in Arnsberger Kinos! Uff, länger als vorgesehen wurde in der Sparkasse informiert und nicht nur wegen des Abschiedsgeschenkes zufriedene Schülerschar wurde wieder in die Samstagsrealität entlassen. Für alle Helfer der Sparkasse gab´s noch eine Stärkung… und dann das verdiente Wochenende! Nur noch ein Wort: Gut.

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