Grundstein für Museums- und Kulturforum Südwestfalen gelegt: Projekt der „Regionale 2013“ ist jetzt schon einige Schritte weiter

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Arnsberg. Auf der Baustelle für das „Museums – und Kulturforum Südwestfalen“ an der Ruhrstraße in Arnsberg ist jetzt der Grundstein gelegt worden. Landrat Dr. Karl Schneider begrüßte neben der Regierungspräsidentin Diana Ewert, Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel, die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger auch Vertreter aus dem Kreistag. Den freudigen Anlass ließen sich zudem Architekt Martin Bez nicht entgehen.

In der Begrüßung dieser und weiterer Gäste der Grundsteinlegung erinnerte Landrat Dr. Karl Schneider noch einmal an die gesteckten Ziele für das Regionale-Projekt. „Die Aufwertung des Sauerland-Museums zum Museums- und Kulturforum Südwestfalen hat überregionale Strahlkraft“, so Dr. Schneider. „Kultur“ bekomme als wichtiger weiterer Standortfaktor eine Bedeutung. Das Museums- und Kulturforum solle sich ferner als außerschulischer Lernort entwickeln. Nicht zuletzt erwarte er mit der Belebung der Altstadt auch die Generierung von mehr Kaufkraft in und nach Arnsberg.

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Bis zur Grundsteinlegung (Foto s.o.: Albrecht) hat das Projekt „Museums – und Kulturforum Südwestfalen“ schon einen weiten Weg zurück gelegt. Seit 2005 läuft die Projektentwicklung, die von der Stadt Arnsberg aktiv unterstützt wird. Nach einem Architektenwettbewerb 2011/12 war der Zuschlag an das Stuttgarter Büro Bez+Kock Architekten vergeben worden. Am 21. Juni 2013 verabschiedete der Kreistag eine Grundsatzentscheidung über die Umsetzung des Projektes.

Einen Stopp der Arbeiten gab es nach den zu explodieren drohenden Kosten für die Umsetzung Ende 2014. Wegen erwarteter Kostensteigerung des vorgesehenen Baus wurde das Projekt angehalten, im Kreistag musste neu diskutiert werden. Das beauftragte Architekturbüro wurde um einen neuen Vorschlag gebeten. Aus Kostengründen wurde schließlich auf eine unterirdische Verbindung zwischen Neubau und Landsberger Hof verzichtet. Der Kreistag segnete den neuen Entwurf im April 2015 ab. Im Juni 2015 stimmte der Kulturausschuss des Kreises dem Vorhaben zu, der der Entwurfsplanung im März 2016 sein OK gab. Spatenstich war dann am 7. November 2016.

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„Wir können jetzt im gesteckten Kostenrahmen von 13 Millionen Euro bleiben“, verkündete Landrat Schneider bei der Grundsteinlegung. Erfreulich bewertete er auch die weitere zeitliche Planung. So könnte mit dem Ende der Rohbauarbeiten bis Ende Oktober 2017 auch der Altbau teilweise wieder geöffnet werden. Eine Gesamtfertigstellung des Projektes stellte der Landrat für das Jahr 2019 in Aussicht. Konkret soll im September 2019 die feierliche Einweihung des neuen Museums- und Kulturforums Südwestfalen erfolgen. Schon etwa ein Jahr zuvor, wolle man eine neue Dauerausstellung im fertigen Teil des Museums eröffnen.

Landrat Dr. Karl Schneider bedankte sich bei allen beteiligten Unterstützern und Förderern des Projektes – vom Land NRW über die Bezirksregierung Arnsberg, dem Landschaftsverband bis zur Stadt Arnsberg. „Die Umsetzung ist ein gemeinsames Projekt, das im Einvernehmen von Kreis und Stadt erfolgt“, lobte Dr. Schneider.

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„Mit dem Projekt wird ein Traum greifbar“, hob Regierungspräsidentin Diana Ewert an. Das Leuchtturmprojekt bedeute für Arnsberg einen großen Sprung. Das Sauerland sei ausgezeichnet geeignet, Kultur genießen zu können. Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel betonte, dass das Projekt trotz einer Umgestaltung ein gutes Beispiel für die Hand-in-Hand-Arbeit darstellte. Das geplante Museum könne dabei die gelebten Werte der Zukunft mit einem Blick auf die Vergangenheit kombinieren. „Leben wir das Museum“, forderte Vogel die Gäste auf. Für die Kulturdezernentin des LWL werde mit dem Bau auch ein Gebäude geschaffen, das die nötigen Rahmenbedingungen für besondere Exponate mitbringen. Mit großen Ausstellungen schaffe man auch die Voraussetzung, dass mehr Menschen Arnsberg und die Region kennen lernen.

Architekt Michael Bez wies darauf hin, dass sein Büro in fünf Jahren der Projektbetreuung schon rund 13.000 Arbeitsstunden investiert habe, bevor überhaupt mit dem Bau begonnen wurde. Architekturleistung zeichne sich durch Herzblut und Lebensleistung aus. „Architektur ist keine Dauerlauf, sondern eher eine langsame Disziplin“, befand der Gebäudeplaner, die Geduld und Ausdauer fordere.

Mit der Fertigstellung des Baus im Jahr 2019 soll sich ein Neubau an den rund 44 Jahre alten Landsberger Hof anschließen. Fünf Jahre in der Planung seien da eher nur eine Randnotiz, so Architekt Bez. Das fertige Gebäude werde sich über drei Geschosse von der Ruhrstraße bis zum Altbau erstrecken, der Hauptzugang erfolge über den Landsberger Hof vom Alten Markt aus. In Planung sei, einen Teil des Museums- und Kulturforum schon vor der Gesamtfertigstellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit gerate das Museum auch nicht mehr so lange in Vergessenheit, drückte Bez seine Hoffnung aus.

Gut zu wissen:
Bis zur Eröffnung im Jahre 2019 läuft ein alternatives Kultur- und Ausstellungsprogramm des Sauerland-Museums im „Blauen Saal“ am Alten Markt weiter. Ein Veranstaltungskalender dazu liegt in öffentlichen Gebäuden aus. Infos im Netz gibt es auch hier

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