Ketten, Kunst und Kreative – Arnsbergs Kunstsommer wird „rund-erneuert“!

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Wo im letzten Jahr noch die große Skulptur als begehbares Werk zum Kunstsommer auf dem Neumarkt stand, entsteht in diesem Jahr etwas Neues: Der Arnsberger Kunstsommer will sich „rund-erneuern“ – und: Er tut dies nicht ohne seine Bürgerinnen und Bürger. Nach monatelangen Baustellen im ganzen Stadtteil kann sich dieser zum Kunstsommer 2016 ganz ohne Loch und Bagger zeigen. Eine Motivation in Sachen Veränderung, die auch die Aktionen zum diesjährigen Kunstsommer, dem 20. (Festival von 13. bis 21. August), prägen sollen…

„Wir stellen in diesem Jahr den Mensch und seine Kreativität in den Mittelpunkt“, erzählt Kirsten Minkel vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg bei der Vorstellung des Kunstsommer-Mitmachprojektes am heutigen Donnerstag (30. Juni.) Man wolle Rund-Erneuern, „Upcycling“ wie es fachsprachlich heißt und – neue Werte schaffen.

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Kirsten Minkel vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg lädt zum Mitmachen ein: Der Kunstsommer will neue Werte schaffen!

Die Idee liegt nahe, ist doch in den letzten Monaten und Jahren der ganze Stadtteil Arnsberg quasi runderneuert worden. Neue Sichtachsen in der Stadt, Boulevard-breite Bürgersteige und mehr haben Arnsberg neuen Glanz verliehen. Buchstäblich mehr Raum hat auch das Fahrrad in der Stadt bekommen. Wie gut, kann doch der Ruhrtalradweg (RTRW) in diesem Jahr zudem sein zehnjähriges Bestehen feiern.

„Das Fahrrad bekommt deshalb auch eine wichtige Rolle im diesjährigen Kunstsommer“, so Minkel weiter. Es sei ja nicht nur der erste selbstständige Antrieb der Menschen in der Verkehrsgeschichte gewesen. Das Fahrrad hat auch heute einen wichtigen Stellenwert in der Fortbewegung der Menschen in der Stadt bekommen. Was folgt? „Das Rad wird uns in diesem Kunstsommer extremst beschäftigen“, verrät Minkel.

Die Projektidee des Kunstsommer-Vorbereitungsteams hat große Kreise gezogen. Der Bringhof der Stadt Arnsberg, die BürgerStiftung Arnsberg, die Stadtwerke Arnsberg, die Neue Arbeit Arnsberg (NAA, mit den Ruhrtalrangern), die Akademie 6-99, das Design-Forum Arnsberg und andere unterstützen die Idee, aus Altem Neues zu machen mit ihren speziellen Kräften. Unter fachkundiger Anleitung von Künstlerin Stephanie Neuhaus („Der Bogen“) können so z.B. die gespendeten Fahrräder einer kreativen Runderneuerung unterzogen werden.

Aber: Ohne Material auch kein Upcycling – ab dem 1. Juli (morgen) wird auch dem Bringhof deshalb eine „Sonderannahmestelle Kunstsommer“ eingerichtet. Claudia Böckmann weiß, wozu das gut ist. „Abgegebenes darf das Gelände des Bringhofes nicht wieder verlassen, der Bürger, der für die fachgerechte Entsorgung bezahlt hat, hat ein Recht darauf“, so Böckmann. Um Brauchbares dennoch weiter geben zu können, gebe es schon seit Jahren den Tausch-Bauwagen. Jetzt soll die Extra-Sammelstelle für den Kunstsommer Material für die Weiter- oder Neuverarbeitung durch kreative Bürger zusammen tragen.

Gebt reichlich!

„Gebt reichlich!“, möchte man die Bürgerinnen und Bürger der Stadt schon jetzt aufrufen. Schließlich wird für die große Kunsstommer-Upcycling-Werkstatt mit Stephanie Neuhaus auf dem Neumarkt in Arnsberg einiges an Material benötigt. Das Material wird dann vom Bringhof zur Werkstatt auf dem Neumarkt gebracht, wo dem Ideenreichtum und Kreativität der Menschen keine Grenzen mehr gesetzt sind.

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Hauke Karnath (Fahrradbeauftragter der Stadt), Marita Gerwin (Akademie 6-99) und Sebastian Witte (Klimaschutzmanager) laden zu einer besonderen Bastel-Akademie ein.

Erstmals beteiligt sich die „Akademie 6-99“ am Kunstsommer und startet am Samstag, 13. August, die Werkstatt-Aktion unter dem Titel „Wertstoff als Kunst-Stoff – Einfälle statt Abfälle“. Von 10 bis 14 Uhr sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Generationen eingeladen, sich an der spannenden Veranstaltung zu beteiligen. Neben der Möglichkeit, sich mit einfachen Mitteln dem Thema „Upcycling“ zu nähern, gibt es vom Arnsberger Klimaschutzmanager Sebastian Witte auch eine interessante Einführung ins Thema: Warum werden auf dem Bringhof Wertstoffe gesammelt und wie werden sie wieder verwertet?

Teilnehmer an der Akademie 6-99, die diesmal ganz ohne Anmeldung kommen können sollten sich ins Zeug legen: Am Sonntag, 14. August, werden die Arbeitsergebnisse aus der Akademie von 15 bis 18 Uhr auf dem Neumarkt präsentiert. Das Designforum Arnsberg begleitet die Aktion.

Kunst klingt nach

Die bei den Aktionen des Kunstsommers geschaffenen Kunst-Werke sollen im Anschluss aber nicht von der Bildfläche verschwinden. Nach dem Abschluss des Kunstsommers sind die geschaffenen Upcycling-Kunstwerke für drei Wochen im „Campus“ der Stadtwerke Arnsberg (Niedereimerfeld) zu sehen. Hier findet mit Unterstützung der BürgerStiftung Arnsberg auch später eine groß angelegte Finissage der Aktion statt. Die Kunstwerke werden dabei für einen guten Zweck versteigert.

Gut zu wissen:

Kunstsommer – Upcycling-Aktion: Samstag, 13. August, bis Sonntag, 21. August

Akademie 6-99 im Kunstsommer: Samstag, 13. August, 10 bis 14 Uhr (ohne Anmeldung)

Infos über den Kunstsommer und seine Workshops: „www.kunstsommer-arnsberg.de

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