Neheimer Vereine begrüßen neues Jahr im Zeichen der Reformation

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500 Jahre Reformation in der evangelischen Kirche und ein fast noch ganz neues Gemeindehaus, um das es so einige Diskussionen gegeben hat: Die Neheimer Vereine waren jetzt zum traditionellen Neujahrsempfang verschiedener Vereinsvertreter eingeladen, der ganz im Zeichen der Reformation stand. Pfarrer Udo Arnoldi (Foto oben zusammen mit Elisabeth Pakull und Gästen / Foto: Albrecht) freute sich mit seinem Team aus der Kirchengemeinde, viele Gäste im Neubau an der Christuskirche begrüßen und bewirten zu dürfen.

Im Namen des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde hieß Arnoldi die Anwesenden willkommen. Er erinnerte an die Ursprünge der evangelischen Christen in Neheim. Sie wurde nämlich 1871 als Tochtergemeinde der damals schon bestehenden evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg gegründet. Schnell habe die Gemeinde in Neheim wachsen können. „Von Anfang an lebte unsere Gemeinde von Menschen, die hierhin gezogen und hier heimisch geworden sind“, erinnerte Arnoldi.

Jahre seien ins Land gegangen und 2002 habe es in Neheim noch rund 5000 evangelische Christen gegeben. Zwei Pfarrbezirke – rund um die Bonhoeffer-Kirche und die Christuskirche hätten das christliche Leben der Evangelen einst bestimmt. Doch: „Seit 15 Jahren schrumpft unsere Gemeinde und befindet sich in einem teilweise schmerzlichen Anpassungsprozess“, sagte der Gastgeber. Das habe sich auch auf die Bewilligung von Pfarrstellen ausgewirkt, von denen es derzeit nur noch 1,5 in der Gemeinde gebe. Von seiner Kollegin Pfarrerin Elisabeth Pakull müsse man sich Ende Januar sogar komplett verabschieden.

500 Jahre Reformation

Um einiges erfreulicher waren anschließend die Hinweise Arnoldis auf das große Jubiläum, das die evangelische Kirche in diesem Jahr feiern kann: 500 Jahre Reformation durch Martin Luther sollen sich auch in der Neheimer Gemeinde niederschlagen. Neben dem Neujahrsempfang gibt es aktuell schon eine Ausstellung unter dem Titel „Here I stand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“, die in der Christuskirche derzeit zu sehen ist.

Einige größere Termine, die die Reformation begleiten, konnte Udo Arnoldi seinen Gästen bereits vorstellen. So erwarten die evangelischen Christen am 18. Februar (Luthers Todestag) den Besuch von Bundestagspräsident Norbert Lammert in Meschede. Der CDU-Politiker spricht über das Thema „Reformation und Politik – Religion als persönliche und öffentliche Angelegenheit“. Am 26. März wird Regierungspräsidentin Diana Ewert in der Neheimer Christuskirche eine Kanzelrede halten. Ihr Thema zur Reformation „500 Jahre Reformation – 500 Jahre Bildungsbewegung“. Anschließend ist Treffen zur Diskussion im Gemeindehaus.

Klaus Humpe, nahm für die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner die Begrüßung der Gäste des Empfangs vor. Der Bezirksausschussvorsitzende räumte ein, dass er sich in dieser Funktion in einer ungewohnten Rolle sehe, was dem Inhalt seiner Rede jedoch keinen Abbruch tat. Humpe nahm das letzte Jahr ins Visier, das sich mit verbreitetem Schrecken sowie Terror in der ganzen Welt sowie in Deutschland als ein noch schlimmeres als 2015 dargeboten habe.

„Es hat aber doch auch Gutes gegeben“, so Humpe. Dies zu untermauern zählte er den Friedensschluss zwischen Rebellen und der Regierung in Kolumbien auf. Auch in einigen sportlichen Ergebnissen sah Humpe Positives.

„Wählen heißt, Verantwortung zu übernehmen“

Mit Blick auf das laufende Jahr hob Klaus Humpe die bevor stehenden Wahlen hervor. „Wählen gehen heißt immer auch Verantwortung zu übernehmen“, erklärte Humpe seinen Zuhörern. Zwei Mal gebe es 2017 in NRW die Chance dazu, von der jeder möglichst auch Gebrauch machen solle. Gebrüll an den Rändern des politischen Spektrums helfe dabei aber nicht weiter, so Humpe. Schließlich würden sich die Vernunftbegaben doch immer in der Mitte treffen. Mit der Demokratie im Rücken könne das Jahr 2017 trotz einiger Risiken nur ein Gutes werden. Ihren Beitrag dazu würden schließlich auch die vielen Ehrenamtlichen in der ganzen Stadt beitragen.

Traditionell wurde der Empfang der Neheimer Vereine nach den Begrüßungen auch genutzt, um das Gespräch zu suchen. Davon wurde noch reichlich Gebrauch gemacht, ebenso wie von der Möglichkeit, sich das neue Gemeindezentrum in Verbindung der Christuskirche und deren Renovierung anzuschauen.

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