Wanderausstellung: “Dialog mit dem Ende” – Über die Endlichkeit und das Leben in der Stadtbibliothek

Die Ausstellung “Dialog mit dem Ende” bietet Raum für Gespräche und lädt ein, mit den Vermittler:innen interaktiv in den Dialog zu kommen.

„Wollen Sie ewig leben?“, „Wofür wollen Sie erinnert werden?“ oder „Gibt es einen schönen Tod?“ – Diese und zehn weitere existenzielle Fragen begegnen Besucher*innen ab sofort bis zum 25. Februar in der Ausstellung „Dialog mit dem Ende“ in der Stadtbibliothek Arnsberg-Neheim. Sie ist dort zu den normalen Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen.

„Das Leben ist einzigartig und es wird enden. Sprechen wir darüber!“ – Unter diesem Leitgedanken wird die Ausstellung in Arnsberg und an sechs weiteren Standorten in Deutschland zu sehen sein. Damit begegnet sie dem Tabuthema Tod. Denn über das Sterben spricht man nicht in einer Gesellschaft, die immer gesünder und leistungsfähiger werden will. Aber jedes Leben endet mit dem Tod. Früher oder später. „Die Ausstellung bietet eine Auseinandersetzung mit unserer eigenen Sterblichkeit an. Sie kann Dinge besprechbar machen, für die uns im Alltag manchmal die Worte zu fehlen scheinen“, so Bürgermeister Ralf Paul Bittner, der für die Stadt Arnsberg die Ausstellung offiziell eröffnet hat.

Filmemacherin und Fotograf

Für „Dialog mit dem Ende“ begaben sich daher die Filmemacherin Sylvie Hohlbaum und der Fotograf Steffen Baraniak auf die Suche nach Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Entstanden ist so ein halbstündiger Film sowie eindrückliche Fotografien der Protagonist*innen, die sich mit dem Lebensende konfrontiert sehen. „Dialog mit dem Ende“ nähert sich auf diese Weise diesem schwierigen und doch ganz alltäglichem Thema Tod an. Wie intensiv, ausgiebig oder zaghaft die Annäherung geschieht, liegt bei den Besucher*innen selbst.

Film zur Ausstellung: https://youtu.be/yPfaVlNThwA

Die Ausstellung bietet Raum für Gespräche und gleichzeitig laden freiwillig engagierte Vermittler*innen ein, den Dialog interaktiv mitzubestimmen, indem die Fragen der Ausstellung an einer Pinnwand beantwortet werden können.„Eine Ausstellung zum Thema Lebensende bedeutet für mich vor allem eine Auseinandersetzung mit dem Leben“, sagt Grace Konal, Gemeindereferentin und Seelsorgerin in Arnsberg, gleichzeitig eine der Sprecherinnen des Netzwerks Leben mit dem Tod. „Das Leben findet jeden Tag statt, ebenso wie der Tod. Aus den Gesprächen mit Patienten weiß ich: wer sich frühzeitig mit der eigenen Endlichkeit beschäftigt hat, wird wesentlicher, ist gelassener und hat mehr vom Leben.“ „Viele Menschen schieben die bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod heraus. Mit der Ausstellung möchten wir einen Einstieg anbieten“, sagt Pfarrerin Claudia Schäfer, ebenfalls Sprecherin des Arnsberger Netzwerks.

Ein Geschenk für die Stadt

Martin Polenz von der städtischen Fachstelle Zukunft Alter ergänzt: „Diese Ausstellung ist ein Geschenk für uns als Stadt. In guter Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Organisationen konnte sie in die Stadtbibliothek geholt werden. Diese Form der Kooperation wollen wir als Netzwerk auch über den Ausstellungszeitraum fortsetzen und weiterentwickeln.“Begleitet wird die Ausstellung von einem Rahmenprogramm in der Stadt. Geplant sind beispielsweise Lesungen sowie Letzte-Hilfe-Kurse. Das ausführliche Programm ist online zu finden unter www.dialog-mit-dem-ende.de/#tourdaten.

Hintergründe und Informationen

Das Projekt Dialog mit dem Ende ist eine Kooperation der Körber-Stiftung mit Sitz in Hamburg und der Beisheim Stiftung mit Sitz in München und wird in Arnsberg präsentiert von der Stadt Arnsberg, der Fachstelle Zukunft Alter sowie dem Netzwerk Leben mit dem Tod.

Die Körber-Stiftung begegnet gesellschaftlicher Veränderung mit Dialog und Verständigung. Sie stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen u.a. im Handlungsfeld „Lebendige Bürgergesellschaft“. Die Beisheim Stiftung widmet sich dem Dialog der Generationen und der Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels. Dabei stehen die Themen Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport im Mittelpunkt ihrer Stiftungsarbeit. Im Sinne ihres Stifters Otto Beisheim handelt sie unternehmerisch und partnerschaftlich.

Das Arnsberger Netzwerk Leben mit dem Tod setzt sich für einen offenen Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer ein. Die Mitglieder organisieren Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und wollen verfügbare Unterstützungsangebote in dieser Lebensphase besser erreichbar machen.

Für weitere Informationen und alle Fragen rund um die Ausstellung steht Sarah Kästner, Programm-Managerin, gerne unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung: kaestner@koerber-stiftung.de, Tel. 040 72 57 02 39.

Gut zu wissen: Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar von Di. bis Fr., 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr in der Stadtbibliothek Neheim am Neheimer Markt (Marktpassage) zu sehen. Informationen im Netz gibt es hier: www.dialog-mit-dem-ende.de

Quellen: (Text) Stadt Arnsberg / (Foto) Frank Albrecht

Best-of Poetry Slam am Sonntag in Arnsberg zu Gast

Arnsberg. Schon zum 4. Mal kommt eines der beliebtesten Bühnenformate ins Sauerland-Theater: Beim Best-of Poetry Slam Arnsberg sind am Sonntag, 6. Februar, ab 18 Uhr, die Stars der deutschsprachigen Slam-Szene, dazu hungriger Nachwuchs aus der Region, am Start. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.

Witzig – Ernst – Kritisch

Mal witzig, mal ernst, mal kritisch – Poetry Slam ist mitreißende Bühnenliteratur als fesselnde Performance mit bewegenden Texten. Das angesagte Live-Literaturformat bewegt sich wortgewaltig, divers und interaktiv im weiten Feld zwischen Lyrik, Comedy, Kabarett und Prosa. Poetry Slam ist Emotion und jedes Mal absolut einzigartig. Seit 2016 sind die modernen Dichterwettstreite sogar ganz offiziell als immaterielles UNESCO Kulturerbe anerkannt. Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach wie effizient: selbstgeschriebene Texte, ein festes Zeitlimit und das Publikum selbst entscheidet, wer nach dieser spektakulären Show Ruhm und Ehre mit nach Hause nehmen darf. Der Poetry Slam Arnsberg wird moderiert von Jan Schmidt (NDR-Comedy-Contest).

Größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen

Besuche im Sauerland-Theater finden unter den größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen statt. Für Kulturveranstaltungen gelten derzeit in ganz NRW die 2-G-Regeln mit den erforderlichen Nachweisen. Zusätzlich verzichtet die Stadt Arnsberg bei ihren eigenen Veranstaltungen auf die volle Auslastung des Hauses. So wird bei der Neujahrsgala nur jede zweite Reihe besetzt. Außerdem werden bei Ticketbuchung automatisch zwei Sitzplätze rechts und links der gewählten Plätze frei gelassen. Für ein sicheres Raumklima während des Konzerts sorgt die hochmoderne Lüftungsanlage des Theaters. Entsprechend der erforderlichen Auflagen führt diese raumlufttechnische Anlage 100 Prozent gefilterte Frischluft zu. Diese Maßnahmen sorgen für ein möglichst sicheres und unbeschwertes Konzerterlebnis.

Tickets bestellen

Karten für Best of Poetry Slam Arnsberg sind für 15,50 Euro (ermäßigt: 10 Euro) im Vorverkauf erhältlich unter anderem online unter www.reservix.de und in den reservix-Vorverkaufsstellen wie Buchhandlung Sonja Vieth, Alter Markt 10, Verkehrsverein Arnsberg e.V., Neumarkt 6, SCORE|shop, Apothekerstraße 25, Reisebüro Meyer, Marktstr. 8.

Quellen: Text – Stadt Arnsberg / Archiv-Foto: Frank Albrecht

Arnsberger Kulturprogramm ist mit Highlights gestartet

Mit Highlights aller Genres ist das Kulturprogramm Arnsberg in die Spielzeit 2022 gestartet. Das Publikum darf sich auf national und international bekannte Künstler*innen im Sauerland- Theater, in der KulturSchmiede und als ganz besonderes Event im Rittersaal des Historischen Rathauses freuen! Ab sofort ist das komplette Programm online zu finden (s.u.) und liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen aus.

Ein schauspielerisches Theater-Highlight ist zum Beispiel am Donnerstag, 10. Februar, die Inszenierung von Molières Erfolgskomödie „Die Streiche des Scapin“. In dieser überraschenden Neufassung wirft Neues Globe Theater Potsdam einen augenzwinkernden Blick hinter die Kulissen des fahren- den Theaters. Musikalisch erwartet das Publikum – ebenfalls im Sauerland-Theater – große Bühnenshows mit „A Night Of Queen“, The 12 Tenors, MAYBEBOP und vielen anderen.

Neues Globe Theater Potsdam ist am 10. Februar mit Molières Komödie “Die Streiche des Scapin” im Sauerland-Theater zu Gast. Foto: Philipp Plum

Der Rittersaal im Historischen Rathaus wird Spielort eines ganz besonderen Events: Das Violinduo “The Twiolins” (Foto oben: Robert Just) lässt am Sonntag, 13. März, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit der Leidenschaft des argentinischen Tangos verschmelzen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und das Kulturbüro heißt alle Gäste in den Arnsberger Spielstätten herzlich willkommen! Termine aller Veranstaltungen von Januar bis Sommer 2022 und ausführliche Informationen liegen als Flyer an den bekannten Stellen (wie z.B. Stadtbüros, Stadtbibliotheken) aus.

Gut wissen:

Das komplette Kulturprogramm steht unter der. Adresse www.arnsberg.de/kultur/theater zum Download zur Verfügung.

Quellen: Text Stadt Arnsberg; Fotos “The Twiolins” (Robert Just) sowie Globe Theater Potsdam (Philipp Plum).

Jazzclub Arnsberg hat Italiener zu Gast: Maurizio di Fulvio spielt an der Gitarre

Der Jazzclub Arnsberg lädt am kommenden Freitag, 10. Dezember, um 20 Uhr zu seinem letzten Konzert im Jahr 2021 ein. Zu Gast in der KulturSchmiede Arnsberg ist das Quartett um den Gitarristen Maurizio di Fulvio und den Trompeter Gregorio Mangano aus Palermo. Zusammen mit Uli Bär am Kontrabass und Benny Mokross präsentiert das Quartett klangvollen italienischen Jazz. Doch auch unbekannte Kompositionen aus ihrer süditalienischen Heimat haben die beiden italienischen Musiker im Reisegepäck.

Ein Abend mit dem weltweit agierenden Gitarristen Maurizio di Fulvio aus dem tiefen Süden Italiens – di Fulvio stammt aus Pescara an der Adria – ist ein spannender Jazzabend mit süditalienischem Temperament. Seine Aufführungen gelten als temperamentvoll und energisch, raffiniert und verziert, immer zwischen Tradition und Innovation schwebend. Auf seiner künstlerischen Reise kommen schwarzer Jazz, Latin Jazz, Rock, Schattierungen des Klassikers und die Sensibilität eines Interpreten zusammen, der eine solide Technik mit einer ausgeprägten kompositorischen Ader vereint.

In dem sizilianischen Trompeter Gregorio Mangano hat di Fulvio einen Gleichgesinnten gefunden. Klassisch ausgebildet am Musikkonservatorium von Palermo, spielte Mangano zunächst im Orchester des „Teatro Massimo di Palermo”, bevor er sich dem Jazz und der Musikimprovisation zuwandte.

Das Publikum ist eingeladen, neue Musik zu hören und eine Musik, die offen freundlich ist, sich fern von Akademismus hält, in der Gegenwart steht und gleichzeitig eine starke Verbindung zur Vergangenheit aufrechterhält.

Mitwirkende sind: Maurizio di Fulvio (Gitarre), Gregorio Mangano (Trompete), Uli Bär (Kontrabass) sowie Benny Mokross (Percussion).

Gut zu wissen:

Karten für das Konzert beim Jazzclub Arnsberg können über die Homepage des Vereins www.jazzclub-arnsberg.de bestellt werden. Restkarten – sofern vorhanden – werden an der Abendkasse verkauft.

Corona:

Für Besucher des Konzertes gilt die 2-G-Regel (geimpft oder genesen). Der Status ist vor dem Betreten in geeigneter Form (z.B. digitales Impfzertifikat) nachzuweisen. Beim Einlass müssen medizinische Masken (oder FFP 2-Masken) getragen werden und dürfen erst am festen Platz abgenommen werden.

Quelle (Text und Foto): Jazzclub Arnsberg

TEATRON netto: “Sehnsucht” in Musik und Texten

“Ga’agua”. Ein musikalisch-literarischer Abend über die Sehnsucht am 27. und 28.11.2021 in der Kulturschmiede Arnsberg

Nach der Premiere der neuesten TEATRON-Inszenierung „Zettelmann. Eine Versenkung“ im Sauerlandtheater Arnsberg nimmt das TEATRON THEATER nun wieder seine Veranstaltungsreihe „TEATRON netto“ auf. Es geht weiter am kommenden Wochenende, Samstag, 27. und Sonntag, 28. November, jeweils um 18 Uhr mit „Ga’agua“ – einem literarisch-musikalischen Abend über die Sehnsucht, einem Gefühl, das nicht nur in Krisenzeiten besonders intensiv erlebt wird.

„Ga‘agua“ bedeutet auf Hebräisch Sehnsucht. Die Almagors – Regisseur und Dramaturgin des TEATRON THEATERs – präsentieren gemeinsam mit dem Musiker Silas Eifler jüdische Geschichten, Gedanken zur jüdischen Philosophie und hebräische Gesänge und Lieder über die Sehnsucht, denn das Gefühl der Sehnsucht ist besonders ausgeprägt in Texten und Liedern aus dem jüdischen Kulturkreis. Sie spiegeln die Alles umfassende Sehnsucht nach einer besseren Zeit wider, nach einer heilen Welt und nach Frieden und Zuversicht.

Wichtiger Hinweis: Die Veranstaltung findet gemäß der aktuellen Corona-Auflagen (2G) statt. Außerdem wird die Anzahl der Sitzplätze weiterhin auf 45 beschränkt, so dass ausreichend Platz für Gäste zur Verfügung steht.

Gut zu wissen:

Weitere Informationen unter: www.teatron-theater.de

Karten:
Online: www.reservix.de  
Und: Buchhandlung Sonja Vieth , Alter Markt 10 , 59821 Arnsberg
Sowie alle reservix-Vorverkaufsstellen, wie z.B.:
Verkehrsverein Arnsberg e. V., Neumarkt 6, 59821 Arnsberg
SCORE shop, Apothekerstraße 25, 59755 Arnsberg-Neheim
Tourist-Information Meschede, Le-Puy-Straße 6-8, 59872 Meschede

Karten gibt es auch an der Abendkasse in der Kulturschmiede, Apostelstr. 5, 59821 Arnsberg, Tel. 0163-4776899 (ab 1 Stunde vor der  Vorstellung)

Quelle: Text Teatron Theater Arnsberg / Foto: Vivien Schulte