„Toccata“ sorgt in Neheim für besonderes Musikerlebnis: Duisburger Philharmoniker spielen Freitag

Toccata1

„Toccata“ ist inzwischen zu einem Markenzeichen geworden: Im 14. Jahr sorgt das Kulturereignis bereits für besondere Begegnungen mit Musik und den Menschen, die sie machen. Am Freitag, 31. August, dürften sich Hunderte Besucher (Foto oben: Frank Albrecht) wieder auf diese außergewöhnliche Atmosphäre freuen. Unter dem Motto „Barock meets Pop“ sind die Duisburger Philharmoniker sowie vier hochkarätige Solisten auf dem Neheimer Marktplatz zu Gast. Der Vorverkauf der Eintrittskarten geht zu Ende, es gibt aber noch ausreichend Tickets für Kurzentschlossene an der Abendkasse. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Wahl der Plätze ist weitgehend frei.

Wenn der 1. Satz aus der Sinfonie Nr. 1 von Ludwig van Beethoven am Abend des 31. August vor der Neheimer St. Johanneskirche den musikalischen Abend eröffnet, sind Phil Collins („Dir gehört mein Herz“ / Musical „Tarzan“) und Galt MacDermot („Age of Aquarius“ / Musical „Hair“) nicht weit: Die mittlerweile 14. Toccata auf dem Marktplatz in Neheim kommt in diesem Jahr unter dem Motto „Barock meets Pop“. Den Gästen wird eine bunte Mische klassischer und moderner Stücke präsentiert, die für den Auftritt der Duisburger Philharmoniker entsprecht ausgewählt wurden. Das Aktive Neheim unterstützt die Toccata in Neheim mit viel Logistik. So werden auf dem Markplatz z.B. zwischen 700 und 900 Stühle aufgestellt, bei Bedarf auf noch mehr.

Toccata2 Ganz eng mit den Musikern.

Insgesamt 93 Musiker aus 15 Nationen stellen den instrumentalischen Klangkörper des Orchesters aus dem Ruhrgebiet, das mit einem Teil des Orchesters zum ersten Mal in Neheim zu Gast ist. „Mit den Duisburger Philharmonikern wollen wir unseren Gästen wieder ein kulturellen Höhepunkt bieten“, beschreibt der Vorsitzende des Dombauvereins Neheim, Stephan Werthschulte die Absicht. Ein großes Orchester ist nur die eine Seite – vier Solisten und ein ambitionierter Dirigent sind die andere. Benjamin Reiners hat nicht nur die Leitung des Orchesters inne, er versteht sich an dem Abend in Neheim zugleich als Moderater für den Auftritt der Philharmonie aus Duisburg.

Toccata12 Bühne vor dem Neheimer Dom.

Das Orchester hat eine Geschichte: 1877 wurde der Vorläufer als „Brandtsche Kapelle“ mit 30 Musikern gegründet. Bis heute haben sich die Duisburger Philharmoniker zu einem der größten Orchester Deutschlands entwickelt. Aus seiner Tradition heraus hat das Orchester auch sein musikalisches Repertoire entwickelt, das von Barock bis zur Moderne reicht. Und schon früh in der Geschichte der Duisburger Philharmoniker gehörte die ansprechende Mischung im Programm zu den Markenzeichen der Musiker, die immer wieder geschätzt und gelobt werden.

War es eins die neue Musik von Komponisten wie Max Reger und Richard Strauss, die Eingang in das Repertoire des Orchesters fand, so prägten im Laufe der Zeit international renommierte Dirigenten wie Kirill Petrenko, Antoni Wit, Alun Francis oder Axel Kober den musikalischen Stil der Duisburger Philharmoniker.

Toccata18 Erlebnis in der Dämmerung.

„Bei ungünstigem Wetter haben wir auch noch einen Plan B“, so Stephan Werthschulte vom Dombauverein. Zur Not wolle man die Toccata in die St. Johanneskirche verlegen. Hier sind auch schon die Erfolge der Unterstützung für den Verein zu sehen. Seit Jahren wird mit dem bei der Toccata in Neheim erwirtschafteten Erlös, die Sanierung der St. Johanneskirche vorangetrieben. Deutlich erkennbar, so der Dombauverein, seien u.a. die verbesserte Beleuchtung der Kirche von außen, die Automatiktür am Eingang, das sanierte alte Taufbecken und natürlich die Investitionen für die Sauer-Orgel in der Kirche.

Natürlich darf zur Toccata in Neheim nicht der „Toccata-Teller fehlen: Den gibt es in diesem Jahr von der Fleischerei Hacktal, und er wird auch in einer vegetarischen Variante angeboten.

Gut zu Wissen:

Toccata – „Barock meets Pop“, Freitag, 31. August, ab 18.30 Uhr Einlass

Freie Platzwahl auf dem Neheimer Markplatz (wenige Ausnahmen)

Bei starkem Regen – Verlegung in die St. Johannes-Kirche

Text und Fotos (Archiv, Toccata 2017): Frank Albrecht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *