…und ein Hauch von Kunstsommer! Ein kleiner Rückblick mit Appetithappen…

Der Kunstsommer Arnsberg hat die Stadt fest im Griff! Gott sei Dank – er lebt! Im 20. Jahr seines Bestehens hat sich der Kunstsommer zu einem stadt-prägenden Ereignis gemausert. Workshops, ihre Teilnehmer und deren Ergebnisse prägen seit Tagen das Stadtbild und werden dies hoffentlich noch darüber hinaus tun können. Der Kunstsommer macht es möglich – jeder hat die Chance ein Stück Kunst und Kultur auch für sich zu entdecken. Ergebnisse der produktiven Menschen – ob aus der Akademie 6-99 oder einem der vielen Workshops sind seit Tagen zu beobachten und an verschiedenen Stellen des Stadtteils auch schon zu sehen. Kommen Sie mit, es gibt was zu entdecken…

„rund_erneuert“ – unter diesem Motto wird seit rund einer Woche in und für den Kunstsommer Arnsberg gearbeitet. Den Auftakt gaben am letzten Samstag die Aktiven aus der Akademie 6-99, die am Bringhof der Stadt und später noch auf dem Neumarkt ihrer Phantasie freien Lauf ließen. Seit Montag läuft das Projekt „Wir erfinden das Rad nicht neu – aber Sie vielleicht!“ auf dem Neumarkt in Arnsberg.

Zum Auftakt des diesjährigen Festivals der Künste, das noch bis zum Sonntag, die Stadt begeistern möchte, wurde in den Räumen der Handwerkskammer Südwestfalen die Foto-Ausstellung der Arnsberger Fotografin Barbara Anneser eröffnet. „Du & Ich“ zeigt bemerkenswerte Portraits Arnsberger Paare und Lebensgemeinschaften, die alle jeweils eine eigene Aussage mitbringen. Die Ausstellung ist am kommenden Sonntag, 21. August, in den Räumen der Handwerkskammer (Brückenplatz) zu sehen. Danach wird sie einige Wochen zu den werktäglichen Geschäftszeiten der Handwerkskammer zu sehen sein (Eintritt frei).

Die Initiative „Tonblock – gute elektronische Musik“ beteiligte sich wieder am Kunstsommer mit einer Party im Museumshof. Höhepunkt zur Musik zweiter DJ´s war der Live-Auftritt der kubanischen Sängerin „Luz de Cuba“, die bis in die Nacht mit ihren gesanglichen Interpretationen zur elektronischen Musik von Tonblock begeistern und unterhalten konnte. Noch in diesem Jahr will die seit fast zwei Jahren bestehende Initiative zu einer weitern Party für alle Freunde der elektronischen Musik einladen.

Ein volles Programmheft führt die Besucher noch bis Sonntag durch die vielen Veranstaltungen des „Festivals der Künste“ im Kunstsommer Arnsberg. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und nicht zu letzt die vielen Workshops prägen das Gesicht des Kunstsommers. In den Zelten an der Promenade wurde mit Holz und Beton gearbeitet. Cornelia Michel aus Arnsberg hat vor zehn Jahren den Kurs von Edda Tubbesing übernommen und sich mit ihrem kreativen kulturellen Angebot eine Fangemeinde geschmiedet. Ein Teil von langjährigen Teilnehmern hat auch in diesem Kunstsommer die Phantasie in Beton aufgetragen und mehr oder weniger phantastische Figuren geformt. Die Teilnehmer des Workshops können noch am Samstag (20. August) bei ihrer Arbeit im Zelt besucht werden. Ein großer Teil der Arbeitsergebnisse anderer Workshops findet einen Platz in den vielen Ausstellungen an diesem Wochenende (s. Programmheft).

 Zu einem artistisch-kabarettistischen Leckerbissen für Freunde des schrägen Humors hat sich der „Convoy Exceptionell“ mit seinem Programm „Am Anfang war das Nichts“ entwickelt. Der Premiere am Mittwoch folgten und folgen noch bis Sonntag, 21. August, 11 und 15 Uhr, weitere spaßige Darbietungen der jungen Zirkustruppe, die sich in ihrem kleinen Zelt an der Promenade (Festhalle) präsentiert. Rund 90 Minuten lang (einschließlich einer Kaffeepause im Lastercafé oder davor) gibt es ein unterhaltsames, mitunter auch mystisches Programm, das seine Wirkung bei den Zuschauern nicht verfehlt. Gespielt werden bekannte (Geige, Tuba, Klarinette usw.) Instrumente und weniger übliche Klanggeber (Sägeblatt, Wassergläser). Die vier Männer und zwei Frauen vergnügen ihr Publikum mit einer eher unerwarteten als planbaren Zirkusshow, die auch artistische Züge nicht vermissen lässt. Aber aufgepasst: Die Eintrittskarten für die letzten drei Shows an der Promenade (Platz für je 90 Gäste) sind zwar kostenlos, müssen aber vorbestellt werden (Tel.-Nr. auf den Plakaten einsehbar oder kurz vor dem Start der heutigen Abendvorstellung – 20 Uhr). Es lohnt sich!

Bevor am kommenden Mittwoch auch die Schule weiter geht, kommt der Kunstsommer am morgigen Sonntag an seine Grenze(n). Noch einmal können Besucher und Kulturinteressierte in der Stadt erfahren was es heißt, wenn in Arnsberg „Kunstsommer“ ist. Und noch einmal gibt es die Gelegenheit, kostenlos (dank Sponsoren und Stadt) Kunst so konsumieren und zu genießen. Im Sauerlandtheater (Feauxweg) werden die Ergebnisse der Kunstsommer-Workshops gezeigt, im Rittersaal des Alten Rathauses ;  finden Abschlusskonzerte der Workshops (11 Uhr: Klarinette; 16 Uhr: Klavier, 16.30 Uhr – Sauerland-Theater – Chor-Workshop) statt, und der Jazz-Workshop stellt sein Konzert um 18 Uhr im Mariengymnaisium vor. Tänzerinnen und Tänzer der „Compagnie Irene K.“ zeigen ihr Können von 15 bis 17 Uhr im Programmpunkt „Tanz auf dem Pflaster – rund um Kirche und Kloster“. Treffpunkt ist an der Propsteikirche St. Laurentius.

Dann ist aber wirklich Schluss mit dem Kunstsommer 2016 und es bleibt inmitten von kleinen und großen Kunstwerken, die noch für ein paar Tage oder Wochen in der Stadt zu sehen sind, nur die Vorfreude auf den 21. Kunstsommer im nächsten Jahr…

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