Weltflüchtlingstag will Kindern vergessen helfen: UNICEF in Neheim unterwegs

Flüchttag1

„Helft Kindern zu vergessen, was sie nie hätten sehen dürfen!“ – Mit dieser Aufforderung und einem Bild, das Kinderaugen inmitten eines brennenden Kriegs-Infernos zeigt, hat die UNICEF Arbeitsgruppe Hochsauerland am heutigen Montag – dem „Weltflüchtlingstag“ am 20. Juni – auf die Not aufmerksam gemacht, der Kinder auf ihrer Flucht aus Krieg und Elend ausgesetzt sind. Gemeinsam mit den „Neuen Nachbarn Arnsberg“ folgte einer kleinen Kundgebung in der Neheimer Fußgängerzone die Gelegenheit zu Gespräch und Begegnung an einem Infostand in der City…

Flüchttag2
Gemeinsam für eine echte Kindheit von Flüchtlingskindern auf der ganzen Welt: Der UNICEF-Nachwuchs aus der Jugendgruppe (mit der musikalischen Unterstützung von Herrn Walter).

Es war nur eine übersichtliche Gruppe von Mitgliedern der beiden Organisationen (UNICEF und Neue Nachbarn Arnsberg), die in Begleitung der stellvertretenden Bürgermeisterin Rosemarie Goldner ihren Weg von der Domplatte durch die Neheimer Fußgängerzone antrat. Aber angesichts einer für Montag gut gefüllten City verfehlte ihr stummer Aufschrei gegen Not und Verzweiflung seine Wirkung nicht: Zahlreiche Passanten in Neheim schenkten der Aktion zum Weltflüchtlingstag ihre Aufmerksamkeit.

Flüchttag3
Unterschriften für die Kampagne „Letzte Chance für eine Kindheit“ wurden gesammelt.

Ein großes Transparent der UNICEF und viele kleine „Demo“-Schilder drückten die Hoffnungen und Wünsche der Veranstalter aus: „Frieden für Syrien“ war nur eine von vielen artikulierten Hoffnungen, die einstige Flüchtlinge in Arnsberg und ihre Unterstützer sowie Helfer im täglichen Leben miteinander vereinten. Wieder am Infostand angekommen, der mitten in der Fußgängerzone aufgebaut war, gab´s für alle Teilnehmer sowie die Gäste in der Stadt kleine Brote und Tee zur Stärkung. Und – die Möglichkeit, sich vor Ort – hautnah und authentisch – über die Fluchtgründe und mögliche Hilfsangebote für Menschen in der Stadt zu informieren oder gar anzubieten.

Flüchttag4
Ein plattes Schlauchboot mit Schwimmwesten? Synonym für das Leid der Flüchtlinge auf ihrem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft…

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UNICEF machten darauf aufmerksam, dass inzwischen jedes neunte Kind auf der Welt in einem Krisengebiet und damit ohne echte Kindheit aufwächst. Eines der Hauptanliegen der UNICEF zum heutigen Weltflüchtlingstag war es deshalb auch, in einer KAMPAGNE einen Appell an die Bundesregierung zu formulieren, der gleich vor Ort am Stand in Arnsberg und in anderen Städten unterschrieben werden konnte.

Mit dem Ziel, insgesamt 50.000 Unterstützter für den Appell zu finden wurde auch in der Neheimer Fußgängerzone gesammelt. Die Forderungen: 1. „Jedes Kind in Krisengebieten muss zur Schule gehen können!“ 2. „Schulen in Krisengebieten müssen sichere Orte für Kinder sein.“ Und 3. „Schutz und Bildung für jedes Flüchtlingskind – auch in Deutschland!“

Flüchttag5
Die UNICEF Jugendgruppe mit Lara, Theresa, Luise, Luise und Marie in der Neheimer City. Wer sich hier noch einbringen möchte, ist gerne gesehen.

Die Kampagne der UNICEF „Letzte Chance für eine Kindheit“ wurde mit zudem noch mit einer Luftballonaktion unterstützt, bei der Karten mit dem Appell an die Menschen – irgendwo – verschickt wurden.

Gut zu wissen: Die UNICEF-Arbeitsgruppe Hochsauerland trifft sich regelmäßig in Sundern, Ewiger Weg 6. Informationen und Kontakte sind im Netz bei der UNICEF zu finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *